steier

Das Steirerherz schlägt beidseitig

Sie kommen im Winter zum Skilauf auf Pisten und Loipen gerne zu uns und locken zu Gegenbesuchen im Sommer und Herbst ein. Sie sind Nachbarn, seit 25 Jahren ein selbstständiger Staat. Die Wunden des Weltkrieges und der Nachkriegszeit vernarben allmählich.

Im slowenischen Maribor zählte man beim Lentfestival auf 14 Bühnen rund 280 Veranstaltungen in einer Woche und 500.000 Besucher und zur größten Landwirtschaftsmesse in Oberradkersburg/Gornja Radgona führte die steirische Landwirtschaftskammer sogar eigene Zubringerbusse für ihre Mitglieder ­ kein Wunder, präsentierten dort ja auch auffallend viele steirische Firmen ihre Erzeugnisse. Weltmarktfirma Palfinger, bei uns auch in Admont-Weng präsent, ist dort ein wichtiger Arbeitgeber und die Dveri-Pax-Weine des Stiftes Admont kommen aus Sloweniens modernster Kellerei. Die beiden Gemeinden Gornja Radgona und Bad Radkersburg pflegen heute jene Zusammenarbeit, die nach dem Krieg begonnen wurde. Eine Tagestour ist für Maribor/Marburg kaum ausreichend. Die Spuren von Erzherzog Johann sind erlebbar. Die sehenswerte Altstadt, kulturelle Ereignisse wie Oper, Marionettentheater, Galerien, historische und neuzeitliche Bau- und Kunstwerke und die malerische Kulisse begeistern. Im 30 Kilometer entfernten Ptuj kommt die neue Tourismusmanagerin Katja Gönc ins Schwärmen, wenn sie an ihre letzten Langlaufferien in der Ramsau und die Skiflug-WM auf dem Kulm denkt.
Ptuj, zu deutsch Pettau, wird sowohl von Österreich als auch Slowenien als älteste Stadt der Steiermark geführt. Ein erhaltenes Stadtbild, größtenteils liebevoll restauriert, bemerkenswerte Initiativen am Stadtrand und das Bemühen, den Besuchern (und den Einheimischen) den kulturellen Wert der Stadt näherzubringen, tragen erste Früchte. Seit vielen Jahren durch die Therme bekannt, kommen im Frühling zahlreiche Schwimmvereine, auch aus Österreich, Deutschland und der Schweiz, zum Leistungstraining in eine Therme, die eine Fülle von Freibecken, Rutschen, Tunnels sowie eine große Schwimmhalle und Liegewiesen bietet. Gegenüber lockt das Hotel Primus mit eigenem Spa und Pool. Beim Spaziergang durch die Altstadt mit sehenswertem Theater, „Muzikafe“und Minoriten- sowie Dominikanerkloster schaut man zum Stammschloss der Herbersteins hinauf und freut sich, dass die Grenze inzwischen ein Bindeglied zwischen der Stajerska und der Steiermark geworden ist. Jan Cigeleneki, Direktor von Slowenientourismus in Wien, ist erfolgreich und agiert völkerverbindend, Sloweniens Konsul Kurt Oktabetz und die österreichisch-slowenische Handelskammer in Graz ebenso.
Foto: Halasz

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