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Gesund und fit im Alter

Es zwickt hier, es zwickt da und mit jedem Lebensjahr nehmen die altersbedingten Wehwehchen ein wenig zu. Wenn auch Sie dieses Problem kennen, ist es an der Zeit, körperlich aktiv zu werden. Bewegung kann den Alterungsprozess zwar nicht stoppen, jedoch entscheidend dazu beitragen, bis ins hohe Alter gesund zu bleiben.

Ganz nach dem Motto: „Altern beginnt im Kopf, jung bleiben auch!“, können wir unseren Gesundheitszustand bis zu einem gewissen Grad selbst beeinflussen. Ihre wichtigsten Verbündeten hierbei sind Aktivität, Bewegung, körperliche Fitness, abwechslungsreiche und gesunde Ernährung sowie Geselligkeit, die sich stark auf das seelische Wohlbefinden niederschlägt. Je aktiver und bewegter Sie Ihr Leben gestalten, umso höher ist Ihre Leistungsfähigkeit, umso länger die Zeitspanne, die Sie in guter Lebensqualität verbringen.

Wer rastet, der rostet! Körperliche Beeinträchtigungen erschweren es, sich ausreichend zu bewegen. Dennoch ist die körperliche Aktivität auch im höheren Alter wichtig. Eigeninitiative ist gefragt: Bewegen Sie sich, so gut es Ihnen möglich ist!

Koordination macht Spaß! Bauen Sie Kräftigungs- und Koordinationsübungen in Ihren Alltag ein! Versuchen Sie beispielsweise, Ihre Zähne als Rechtshänder mit der linken Hand zu putzen. Fortgeschrittene probieren zusätzlich, dies einbeinig zu tun. Hierbei wird Ihre Koordination geschult, was Sie dabei unterstützt, Stürze zu vermeiden.

Volle Kraft voraus! Führen Sie regelmäßig an zwei oder mehr Tagen pro Woche muskelkräftigende Übungen durch, bei denen alle großen Muskelgruppen beansprucht werden. Dies hilft, Muskelabbau und Knochenbruch zu vermeiden. Das eigene Körpergewicht oder auch andere Hilfsmittel, z. B. Therabänder, können als Widerstand eingesetzt werden.

Lassen Sie sich anstecken! Kinder haben üblicherweise den größten Drang zu Bewegung – leider nimmt dieser mit zunehmendem Alter ab. Lassen Sie sich von Ihren herumtobenden Enkelkindern oder den Nachbarskindern infizieren, spielen Sie mit Ihnen.

Überlisten Sie sich selbst! Legen Sie tägliche Wege wenn möglich zu Fuß zurück, anstatt das Auto zu verwenden. Gehen Sie beispielsweise zu Fuß in die Apotheke oder nehmen Sie die Treppe anstatt des Aufzuges.

Bewegung mit Freunden Eine sehr elegante Lösung, dem inneren Schweinehund zu entkommen, ist es, sich mit Freunden zu regelmäßigen Nordic- Walking-Nachmittagen, Spaziergängen oder Sportnachmittagen zu verabreden. Gemeinsam macht Bewegung noch mehr Spaß!

Wie kann so ein bewegter Tag konkret aussehen? Noch im Bett aktivieren Sie morgens auf dem Rücken liegend mit Radfahrbewegungen Ihren Kreislauf. 15 bis 20 Tretbewegungen reichen, um Ihre Hüften und Kniegelenke zu mobilisieren. Gleich nach dem Aufstehen fordern Sie beim Zähneputzen im Einbeinstand Ihren Gleichgewichtssinn. Auch das Anziehen können Sie in ein Koordinationstraining verwandeln: Knöpfen Sie Hemd oder Bluse mit der weniger geschickten Hand zu, ziehen Sie Hose oder Röcke mit nur einer Hand an, schnüren Sie Ihre Schuhe auf einem Bein. Nützen Sie die Zeit während eines Telefongesprächs, um auf und ab zu gehen. Nehmen Sie beim Einkauf die Treppe anstatt des Aufzuges. Planen Sie im Anschluss an die Mittagspause einen Spaziergang ein. Erledigen Sie nachmittags Arbeiten im Garten, spielen Sie mit Ihren Enkel- oder Nachbarskindern. Bereiten Sie sich mit Dehnungs- und Entspannungsübungen sanft auf die Nachtruhe vor.

Foto: Shutterstock

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