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Hautarzt für Liezen: Kann oder will die Gebietskrankenkasse nicht?

Ein wenig glanzvolles Jubiläum begeht man demnächst in Liezen – seit beinahe zwölf Monaten ist die Bezirkshauptstadt ohne Hautarzt, im gesamten Bezirk gibt es nur einen Facharzt für Dermatologie.

Obwohl bereits zwei Mal ausgeschrieben, ist es 2016 bisher nicht geglückt, die nach der Schließung der Ordination von Dr. Reinhold Lautner vakante Kassenplanstelle für Dermatologie nachzubesetzen. Wenig verwunderlich drängt sich bei vielen Patienten deshalb die Frage auf, ob der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse (STGKK) überhaupt an einer Nachbesetzung gelegen ist? Diesbezüglich äußerte ein bis vor Kurzem in der Region ordinierender Hautarzt gegenüber den LBN starke Zweifel. Er habe nicht den Eindruck, dass die STGKK an der dermatologischen Versorgung ihrer Versicherten interessiert sei, habe es doch bereits einen sehr attraktiven Lösungsvorschlag in Form einer Gemeinschaftspraxis gegeben, die allerdings letztendlich an der starren Haltung der Krankenkasse gescheitert sei. Die Kasse, so der Facharzt, blockiere bewusst, man befürchte höhere Kosten, wenn der Zugang zur hautärztlichen Versorgung erleichtert werde. Das will man so bei der STGKK natürlich nicht gelten lassen und verweist auf diebereits zweimalige Ausschreibung der Stelle. Das Problem sei, dass von den sechs Bewerbern der zweiten Ausschreibung fünf ihre Bewerbung wieder zurückgezogen hätten. Ob der verbleibende Interessent die Planstelle übernimmt, steht noch nicht fest, der Dermatologe habe sich noch Bedenkzeit erbeten. Die Entscheidung soll aber definitiv noch vor Weihnachten fallen. Im Sinne der PatientInnen im Raum Liezen hoffe man aber auf ein positives Ergebnis. Mit der Verkündung der „frohen Botschaft“ von der erfolgreichen Nachbesetzung der Planstelle könnte die STGKK jedenfalls beweisen, dass ihr an der Versorgung ihrer Versicherten sehr wohl gelegen ist. Und in Liezen, wo man der langen Wege nach Schladming und Kirchdorf/ Krems satt ist, würde man ein solches, überspitzt ausgedrückt, Weihnachtswunder freudig begrüßen.

Foto: Shutterstock.com/supirak jaisan

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