2019: Großer Dank und viele Fragen

Wir sind losgestartet ins Jahr 2019 mit dem gewaltigen Einsatz vieler, die wieder einmal verdeutlicht haben, wie hilfsbereit Menschen in Extremsituationen sein können. Was hätten wir ohne die Straßen- und Gemeindebediensteten, die Soldaten, die Feuerwehrleute und freiwilligen Helfer gemacht, die unermüdlich, tatkräftig und vielfach ehrenamtlich verhindert haben, dass Schlimmeres passiert. Man kann diesen Menschen gar nicht genug dafür danken! Ohne ihre Hilfe wären Lawinen, einsturzgefährdete Dächer, meterhohe Schneewände etc. nicht zu bewältigen gewesen.


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Gespannt sind wir alle auf die Veränderungen, die uns 2019 bevorstehen. Auf viele Fragen, die sicherlich nicht nur mich beschäftigen, wird es heuer wohl eine Antwort geben.

  • Ist das Zentralkrankenhaus beschlossene Sache und wird einfach entschieden, oder auch die Meinung der Bevölkerung berücksichtigt? Ich persönlich bin der Meinung, dass die Standortfrage nicht die wichtigste ist. Wichtiger wäre mir, schön langsam darüber zu diskutieren, dass im Bezirk Liezen Spezialabteilungen fehlen und viele Behandlungen bei uns gar nicht möglich sind.
  • Bringt die Lösung der Kreuzung Trautenfels die langfristige Entspannung auf der Ennstal Straße? Welche Maßnahmen können und müssen noch folgen? Wir müssen die tägliche Lebensgefahr auf der B 320 in den Griff bekommen. Kein Vogerl, keine sture Haltung und kein Wasser kann so wichtig sein wie ein Menschenleben.
  • Welche Lösungen gibt es für die Bezirkshauptstadt? Eine Umfahrung südlich der Bahn oder doch eine innerstädtische Lösung? Durch die neuerlichen Verbauungen an der Peripherie zieht sich das Straßenkorsett immer weiter zu.
  • Was kann gegen die drohende Verödung der Ortskerne getan werden? Dass diese durch Ansiedelungen an der Peripherie ausgedünnt werden, ist nicht nur in Liezen ein Problem.

Für das Wohl des Bezirks sollten alle Anstrengungen unternommen, wenn vonnöten auch unpopuläre Entscheidungen getroffen, schon bewilligte Projekte überdacht und bereits gefundene Lösungen hinterfragt werden. Kurzfristiges Denken sollte der Vergangenheit angehören! Wir sollten im Hinterkopf haben, dass wir Entscheidungen für unsere Kinder und Enkel treffen.

Diese sollen sich – egal ob es den Verkehr, die medizinische Versorgung oder unsere Ortskerne betrifft – in unserer Heimat wohlfühlen. Und sie sollen auch im Bezirk bleiben – dafür brauchen wir aber genügend Schulen, Ausbildungsmöglichkeiten und Arbeitsplätze.

Gerald Wurzbach
Geschäftsführer der HAND+FUSS Werbe- und Konzeptagentur GmbH,
Geschäftsführer der Liezener Bezirksnachrichten GmbH

Foto: KK