50 Millionen für ältere Arbeitnehmer

Die von Rot-Schwarz im Sommer 2017 beschlossene und von Türkis-Grün mit Jahresbeginn 2018 kurzerhand wieder gestrichene Aktion 20.000 erlebt ein Comeback.

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Insgesamt mag die Arbeitslosigkeit in Österreich seit über zwei Jahren kontinuierlich sinken, in der Gruppe der über 50-Jährigen jedoch steigt sie seit April dieses Jahres wieder an. Aufgrund dieser Tatsache wurde im September im Nationalrat der Beschluss gefasst, dem AMS für österreichweite Fördermaßnahmen heuer und nächstes Jahr, v. a. für ältere Arbeitnehmer, Mittel in Höhe von 50 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Weil im Gegensatz zur Aktion 20.000 dieses Mal auch Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft gefördert werden, stimmte auch die ÖVP dafür. Einzig die NEOS waren dagegen. Steiermark: 6,7 Millionen Von den insgesamt 50 Millionen Euro, die dem AMS für österreichweite Fördermaßnahmen zur Verfügung stehen, gehen 4,7 Millionen in die Steiermark. Das Land steuert weitere zwei Millionen bei. Somit stehen für das kürzlich vom AMS Steiermark und dem Sozialressort des Landes präsentierte Programm „Impulse 50 plus“, die grün-weiße Fortsetzung der Aktion 20.000, insgesamt 6,7 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden neben Langzeitarbeitslosen über 50 auch arbeitssuchende Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen und einstige Teilnehmende der Aktion 20.000. Röder begrüßt Initiative Helge Röder, der Geschäftsstellenleiter des AMS Liezen, der das Ende der Aktion 20.000 Anfang des Vorjahres gegenüber den LBN bedauert hatte, freut die aktuelle Entwicklung: „Ich begrüße, dass es eine neuerliche Schwerpunktsetzung für Ältere gibt. Nach fast vier Jahren mit starken Rückgängen bei der Arbeitslosigkeit im Bezirk Liezen hat sich die Dynamik durch die getrübten Konjunkturprognosen in den letzten Monaten eingebremst. Wir haben zwar noch einen leichten Rückgang, können jedoch bei bestimmten Personengruppen auch schon wieder einen Anstieg beobachten. Mit Ende September waren bereits wieder um 3,6 Prozent mehr Ältere und um 5,4 Prozent mehr Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen arbeitslos gemeldet. Mit der neuen Initiative soll wieder ganz gezielt diesen Personengruppen geholfen werden und die Chance auf eine nachhaltige Beschäftigung geboten werden. Eine erste regionale Evaluierung im Bezirk hat gezeigt, dass rund ein Drittel der Personen aus der Aktion 20.000 nachhaltig wieder am Arbeitsmarkt integriert werden konnte.“