Alle 38 Minuten ein Wildunfall in der Steiermark

14.000 Wildtiere kommen in der Steiermark jährlich im Straßenverkehr zu Tode, alle sieben Minuten ereignet sich ein Wildunfall in Österreich. Trotz steigendem Unfallrisiko bei schlechten Sichtverhältnissen werden Warnschilder oft ignoriert.


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Im vergangenen Jahr wurden in der Steiermark 50 Personen bei Unfällen mit Wildtieren verletzt, österreichweit bilanziert man mit 293 und obwohl die Zahlen im Vergleich zu 2015 um knapp 25 Prozent zurückgegangen sind, verweist das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) doch darauf, dass die Zahl der Wildunfälle nach wie vor erheblich ist. 38.000 Rehe, darunter 11.000 Kitze, und rund 39.000 weitere Wildtiere fanden in der vergangenen Saison den Tod auf Österreichs Straßen.

Ignorierte Warnschilder
Vor allem in den Morgen- und Abendstunden sind Wildtiere besonders aktiv und das spiegelt sich auch in der Unfallstatistik wider. Zu den Wildwechselstunden sollte ganz besonders vorsichtig gefahren, die Geschwindigkeit entsprechend angepasst und das Gefahrenzeichen „Achtung Wildwechsel“ unbedingt ernst genommen werden, so der KFV. Eine Analyse des Kuratoriums zeigt, dass Wildwechselschilder in der Praxis oft ignoriert werden, obwohl diese Streckenabschnitte kennzeichnen, an denen das Risiko besonders hoch ist. Richtiges Verhalten bei Unfall Ist ein Zusammenstoß mit einem Wildtier unvermeidlich, sollte stark gebremst und das Lenkrad gut festgehalten werden, informieren Experten. Ausweichmanöver gestalten sich wesentlich riskanter und werden daher nicht empfohlen. Nach dem Unfall ist die Gefahrenstelle abzusichern und die Exekutive zu verständigen. Eine Nichtmeldung des Wildschadens ist strafbar.

Foto: panthermedia