Auspuff-Abgastest soll fallen

Für rege Diskussion sorgt derzeit der Plan des Verkehrsministeriums, die Endrohrmessung im Rahmen der §57a-Überprüfung bei modernen Fahrzeugen durch On- Board-Diagnosen zu ersetzen.

In Deutschland wurde die Endrohrmessung nach dem Dieselskandal wieder eingeführt, in Österreich erwägt man hingegen aktuell, diese bei bestimmten Fahrzeugklassen abzuschaffen und die Abgasmessung mittels On-Board- Diagnose durchzuführen. Kritik kommt diesbezüglich v. a. von Umweltorganisationen, die bekritteln, dass so Mängel in der Abgasreinigung und auch Manipulationssoftware nicht entdeckt werden könnten. Der ÖAMTC ist um Sachlichkeit in der Debatte bemüht und sieht Vorteile in der On- Board-Diagnose.

Die Abgasmessung bei der §57a-Überprüfung diene generell lediglich dem Zweck, technische Mängel infolge von Verschleiß oder mangelnder Wartung zu erkennen, dafür sei die On-Board- Diagnose bei Fahrzeugen der Abgasklassen Euro 4, 5 und 6 – Fahrzeuge mit Partikelfilter – wesentlich aussagekräftiger, so die Experten des Autofahrerclubs. Für die Luftqualität relevante Schadstoffemissionen, z. B. Stickoxid, sind weder mit der einen noch der anderen Methode messbar, sondern ausschließlich mit teuren Tests an Rollenprüfständen.

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