Der „Masterplan“ des Alois Guggi

Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer zog gemeinsam mit dem Regionalmanagement Liezen kürzlich Bilanz, Gröbmings Bürgermeister Alois Guggi versprach, dies am 25. Oktober bei der Bürgerversammlung zu tun und über die Zukunft des Ortes sowie seine persönliche zu berichten.

Die „Standortentwicklung Kleinregion Gröbming“ solle als interkommunales Projekt der Gemeinden der Kleinregion entwickelt werden, so Schickhofer. Bei den LEADER-Projekten in der Region ist die Mobilität im ländlichen Raum ein Leitprojekt, die Internet-Bildungsplattform für alle Bevölkerungskreise ebenso. Alois Guggis Stimme ist unüberhörbar, was seine Politgegner mitunter ins Wanken bringt. Seine Lacher sind ebenso Markenzeichen. Er hatte 2000 als Quereinsteiger begonnen, war Kassier unter FPÖ-Bürgermeister Manfred Pichler, mit dem die SPÖ eine Halbzeitlösung ausgehandelt hatte. Nach dem tö dl i che n Kl e tterabsturz Pichlers konnte die FPÖ keinen Nachfolger stellen und Guggi rückte als Ortschef auf, blieb im Amt, holte 2015 die absolute Mehrheit und drängte die ÖVP auch auf den dritten Vorstandsitz des Kassiers.

Der oft geäußerten Kritik, die Gemeinde lebe über ihre Verhältnisse, begegnet er mit vielen Zahlen, die seiner Meinung nach das Gegenteil beweisen. Erstmals 100.000 Nächtigungen (50 Prozent davon aus dem PVA-Kurbetrieb), 3.000 Einwohner, Zuzugsgemeinde, die florierende Fachschule, die Neubauten von Landmarkt und Feuerwehr, der florierende Wohnbau, die neue NMS, das Schwimmbad mit Saunalandschaft usw. Dann muss er Atem schöpfen, weil so viel geschehen sei.

Die Fernwärme ist das neueste Vorzeigeprojekt, das nach vielfacher Verzögerung jetzt von der Bioenergie Köflach als Bestbieter umgesetzt wird. Der Weststeirer Stefan Edler zeigt sich als Profi, der u. a. die Städte Melk und Lilienfeld als Referenzprojekte hat. Fachschule, Feuerwehr und Rotes Kreuz werden noch heuer mit Wärme versorgt, Seniorenwohnhaus und Pflegeheim folgen nebst anderen Interessenten 2018 und 2019. Guggi denkt da längerfristig. Er habe als Versicherungskaufmann gelernt, mit Geld umzugehen, sagt der gelernte Drogist, Vater dreier Kinder und könne allen offen in die Augen schauen. Seine politischen Gegner sehen das anders. Die nächste Gemeinderatswahl ist planmäßig 2020, aber seinen Vizebürgermeister betraut er vermehrt mit Aufgaben.

Foto: Halasz


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