Der Wolf in steirischer Grenznähe

Seit Wochen sorgen Wolfsrisse im nahen salzburgischen Pongau für Aufregung. Gerissene Schafe und Ziegen lassen den Ruf nach einem wolfsfreien Alpenraum laut werden.

Auch wenn noch nicht alle DNA-Tests ausgewertet werden konnten, beweisen erste Ergebnisse eindeutig, dass mehrere Male ein Wolf für die Risse im Salzburger Pongau verantwortlich gewesen ist. Letzte Meldungen über getötete Tiere kamen aus Eben, das nahe der steirischen Landesgrenze liegt. Im Ennstal zeigt man sich aufgrund dieser Vorfälle vor allem seitens der Bauernschaft beunruhigt. Experten der Landwirtschaftskammer sprechen von einer Nichtvereinbarkeit zwischen unserer Kulturlandschaft mit Almwirtschaft und Tourismus und dem Wolf.

In Salzburg reagierte man von Seiten des Landes mit der Vorstellung eines eigenen Wolfsbeauftragten und eines Aktionsplans, der u. a. Unterstützung für Herdenschutzmaßnahmen vorsieht. Einsetzen möchte man sich zudem für die Herabsetzung des Schutzstatus des Wolfs. Von der EU scheint es dafür aber keine Unterstützung zu geben, wurde doch erst kürzlich im EU-Parlament verkündet, dass man den besonderen Schutzstatus für Wölfe trotz steigender Attacken im Sinne der Wahrung des Naturerbes nicht ändern möchte. Man baue auf die Koexistenz von Mensch und Wolf, heißt es.

Foto: panthermedia.net/guidonardacci


WERBUNG