Die Arbeitswelt der Zukunft

Welche Faktoren werden sich verändern und welche Rahmenbedingungen werden Einfluss auf das Arbeiten in der Zukunft haben? Wer wird künftig in der Arbeitswelt die Richtung vorgeben – wird es der Mensch sein oder die Maschine? Was heißt das in Bezug auf die Lebensqualität und unsere Gesundheit?

Die Arbeitswelt ist im Wandel. Dessen ist sich nicht nur die Zukunftsforschung bewusst, sondern durchaus auch die Politik. Die Digitalisierung ist in allen unseren Lebensbereichen und somit in unserem Arbeitsleben angekommen. Aber wie bedenklich ist diese Art des Wandels oder wie gefährlich ist die oft diskutierte Digitalisierung wirklich? Als Erleichterung, ja fast Selbstverständlichkeit wird der Einsatz von Robotern bei körperlich gefährlichen und schweren Arbeiten gesehen.

Differenzierter ist da schon der Umgang mit künstlicher Intelligenz im Zusammenhang mit Computerprogrammen, die Maschinen steuern und unser künftiges Denken und Handeln leiten (können). Wir selbst, die Politiker und Wissenschaftler und v. a. die Ingenieure der Zukunft benötigen neben dem technischen Interesse und der technischen Versiertheit v. a. gesellschaftlichen Weitblick, um darauf vorbereitet zu sein, dass für die Zukunft bei der Digitalisierung nach wie vor wir Menschen zuständig sind. Die digital gesteuerten und mit künstlicher Intelligenz versehenen Maschinen werden zwar technisch immer besser und in vielen Bereichen immer wichtiger werden, jedoch werden sie immer Werkzeuge der Menschen bleiben. Unsere Lebensqualität kann und wird sich daher in vielen Bereichen weiterhin verbessern. Ein jeder von uns ist aber gefordert, die persönliche Einstellung, das persönliche Wissen zur und im Umgang mit der Digitalisierung laufend zu schärfen und im jeweiligen Umfeld zur Anwendung zu bringen.

Im Besonderen ist es aber die Aufgabe einer jeden Führungskraft, von oft längst überholten Führungskonzepten Abschied zu nehmen, um der notwendigen Flexibilität, die das Tagesgeschäft erfordert, in der künftigen Arbeitswelt mehr Platz einzuräumen, um auch in Zukunft innovativen Mitarbeitern in innovativen Unternehmen einen sicheren und gesunden Arbeitsplatz in einer fortschreitend digitalisierten Welt zu bieten. Die Digitalisierung wird aus meiner Sicht weder das Fortbestehen der produzierenden Wirtschaft gefährden, noch werden wir in der westlichen Welt in Zukunft eine rein auf Dienstleistungen reduzierte Arbeitswelt vorfinden. Ich gehe davon aus, dass auch in Zukunft Roboter, Computer oder Handys weiter Werkzeuge bleiben und nicht die Herrschaft über unsere Gedanken, unser tägliches Tun oder gar über uns Menschen übernehmen.

Dir. Manfred Kirchsteiger
Geschäftsleiter der Raiffeisenbank
Liezen-Rottenmann-Trieben

Foto: KK


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