Die Bergrettung Liezen

Die Ortsstelle Liezen wurde 1913 von Franko Vasold gegründet. Während man im Ersten Weltkrieg nicht in die militärische Organisation eingebunden war, war dies im Zweiten Weltkrieg der Fall. So wurden die Liezener Kameraden in den letzten Kriegswochen „im Volkssturm […] für den Sanitätsdienst bestimmt“, wie aus dem abgebildeten Appell vom 1. Februar 1945 hervorgeht.


(Dokument-/Fotoquelle: Bergrettung Liezen)

Nach dem Krieg erfolgte die Neugründung der Liezener Bergrettung. Das Amt des Ortsstellenleiters übernahm erneut Franko Vasold. Aus der Zeit nach dem Krieg sind viele Einsätze und Übungen dokumentiert. Unser Foto zeigt Liezener Bergretter bei einer der längsten Suchaktionen der Ortsstelle. Am 26. August 1982 wurde Ernst Seiberl, der Obmann der Seniorengruppe des Liezener Alpenvereins, im Hinteregg als vermisst gemeldet. Die zehntägige Suche blieb leider ohne Erfolg, erst im Herbst wurden die sterblichen Überreste gefunden.

Diese Kolumne entsteht für gewöhnlich in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Liezen, für die aktuelle wurden wir von Karl Hödl und Gerlinde Wagner jedoch an Michael Schmölzer, den Obmann- Stellvertreter der Bergrettung Liezen, verwiesen. Dieser stellte uns dankenswerterweise zahlreiche Unterlagen zur Geschichte der Bergrettungs-Ortsstelle der Bezirkshauptstadt zur Verfügung.