Die Lehrausbildung befindet sich im Aufwind

Die Lehrlingszahlen steigen wieder, das Image der Lehre präsentiert sich deutlich aufpoliert.


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Rund 40 Prozent der Jugendlichen entscheiden sich nach ihrer Pflichtschulzeit für eine Lehrausbildung. Nach Jahren sinkender Zahlen steigen die Ersteintritte in ein Lehrverhältnis in letzter Zeit wieder – dem AMS zufolge von 2014 auf 2017 von 35.390 auf 36.530, für 2018 ist ein weiterer Anstieg auf knapp 38.000 prognostiziert. Insgesamt durchlaufen heuer geschätzte 113.370 junge Menschen eine Lehre. Für eine solche sprechen auch viele Gründe: So hat man beispielsweise in Zeiten akuten Fachkräftemangels in zahlreichen Branchen – österreichweit fehlen laut WKO rund 162.000 Fachkräfte – mit einer Lehrausbildung hervorragende Jobaussichten und verdient im Gegensatz zu Schülern und Studenten bereits in jungen Jahren gutes Geld.

Dank der Lehre mit Reifeprüfung ist seit mittlerweile zehn Jahren die Entscheidung für eine Lehrausbildung nicht mehr automatisch eine gegen die Matura. Bereits während der Lehrzeit können kostenlose Vorbereitungskurse besucht und Teilprüfungen abgelegt werden, der vollständige Abschluss der Berufsmatura ist jedoch erst nach erfolgreicher Lehrabschlussprüfung möglich. Mit verkürzter Lehrzeit versucht man in letzter Zeit auch immer mehr Schüler zur Lehre nach der Matura zu motivieren.

Aufgewertet hat die Lehrausbildung mit Sicherheit auch die heuer erfolgte Gleichstellung des Lehrabschlusses mit der AHS-Matura im Nationalen Qualifikationsrahmen, in dem Ausbildungs- und Bildungsabschlüsse in Österreich insgesamt acht Stufen zugeordnet und somit vergleichbar werden. Kürzlich ist übrigens auch die Zuordnung des Meisters erfolgt, der nun auf dem selben formalen Niveau wie der Bachelor steht.

Foto: pantermedia.net/alexraths