EU-Ranking: Österreichs Arbeitsmarkt verliert an Plätzen

Aktuelle Zahlen punkto Arbeitslosigkeit attestieren dem heimischen Arbeitsmarkt eine positive Entwicklung.

Ein Blick über Österreichs Grenzen legt jedoch verstärkten Handlungsbedarf nahe, ist Österreich doch bereits auf Platz zehn im europäischen Ranking zurückgefallen. Erfreulich präsentiert sich das Minus von rund 19.000 bei arbeitslosen oder in Schulung befindlichen Personen im Vergleich zum Vorjahr. Das Zurückfallen im EU-Vergleich, bei dem sich Österreich gerade noch unter den Top Ten befindet, zeigt jedoch Mankos auf und lässt den Ruf nach gezielten Verbesserungsmaßnahmen laut werden.

Die Wirtschaftskammer etwa fordert einen rechtlichen Rahmen, der es der Wirtschaft ermöglicht, durch Flexibilität Jobs zu schaffen und bekrittelt, dass Betriebe offene Stellen, auch im gering qualifizierten Bereich, nicht besetzen können, obwohl die Zahl Langzeitarbeitsloser hoch ist. Aus der WKÖ-Abteilung für Sozialpolitik heißt es auch: „Wir brauchen einen Maßnahmenmix an betrieblichen Weiterbildungen, Lohnkostenzuschüssen und einer forcierten überregionalen Vermittlung.“

Mehr finanzielle Unterstützung wird von Seiten der WKÖ für betriebliche Weiterbildung und betriebsnahe Ausbildungen des AMS gefordert, die erfolgsversprechender als klassische AMS-Kurse seien. Damit die betriebsnahen Ausbildungen noch besser in die Gänge kommen, wird zudem auf Rechtssicherheit und eine gesetzliche Klarstellung, dass im Auftrag des AMS gemachte praktische Ausbildungen keine Dienstverhältnisse sind, gepocht.