Gedankensplitter des Bezirksjägermeisters

Transparenz, Respekt, Ehrlichkeit und Toleranz im Umgang innerhalb der Jägerschaft, mit Grundeigentümern, Behörden und der nichtjagenden Bevölkerung sind von immenser Bedeutung. Denn nur, wenn wir das umsetzen können – und nur dann! – werden auch die nächsten Generationen sich an wildreicher Natur, Jagd und sanftem Tourismus erfreuen können.

Nach echter jagdlicher Tradition handeln bedeutet eine anständige Gesinnung, verbunden mit jagdlicher Erziehung und fachlich einwandfreiem, handwerklichen Können. „Weidwerk heute“ bedeutet Verantwortung gegenüber der Natur als Ganzem und der Gesellschaft. Wie so vieles ist auch die Jagd einem ständigen Wandel unterworfen. Stand früher die Gewinnung von Wildbret im Vordergrund der jagdlichen Nutzung der heimischen Wildtiere, so definiert sich Weidwerk im 21. Jahrhundert als umfassendes Management von Wildtieren und deren Lebensräumen.

Weil das Jagdrecht in der Steiermark untrennbar mit Grundbesitz verbunden ist, gestalten die Jäger auch die Lebensräume der Wildtiere. Forschungsergebnisse der Wildökologie werden eingebunden und umgesetzt. Beispiele dafür sind die lebensraumgerechte forstliche Nutzung von Balzplätzen des Auerhahnes oder Besucherleitkonzepte für Tourengeher in Winterlebensräumen, die besonders für die Birkhühner wichtig sind. Die heutige nachhaltige Jagd trägt wesentlich zur Erhaltung der Artenvielfalt bei und ist somit angewandter Naturschutz. Ich bin stolz auf unsere Jäger und Heger und davon überzeugt, dass wir gemeinsam sehr viel für Natur und Wild erreichen können.

Foto: J. Lenz


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