Heizsysteme im Kosten- und Umweltvergleich

Mit dem Heizkostenvergleich bietet die Österreichische Energieagentur KonsumentInnen eine wertvolle Orientierungshilfe hinsichtlich der Energie-, Investitions- und Instandhaltungskosten sowie des Ausstoßes von Kohlenstoffdioxid (CO2) der gängigsten Heizsysteme.

Weil hierbei natürlich auch die thermische Qualität eines Gebäudes eine gewichtige Rolle spielt, wurde das 118 Quadratmeter große Einfamilienhaus des Vergleichs in drei Varianten mit unterschiedlichem Heizwärmebedarf (HWB) definiert: unsaniert (HWB 175 kWh/m2a), thermisch saniert (HWB 60 kWh/m2a) und Neubau (HWB 45 kWh/m2a). Die Heizsysteme der Gegenüberstellung: Fernwärme, Erdgas- und Öl-Brennwert, Pellets, Luft/Wasser- und Sole/Wasser- Wärmepumpe sowie Scheitholz, das in Neubauten als Hauptheizsystem jedoch kaum mehr eine Rolle spielt und deshalb lediglich beim unsanierten und thermisch sanierten Gebäude berücksichtigt wurde.

Betrachtet man rein die Energiekosten, ist bei allen drei Häuservarianten die Sole/Wasser- Wärmepumpe das günstigste Heizsystem. In dieser Hinsicht nur unwesentlich teurer ist die Luft/Wasser-Wärmepumpe. Die höchsten Energiekosten verursacht Fernwärme, gefolgt von Öl und Erdgas. Verkehrte Welt bei den Investitions- und Instandhaltungskosten. Diese sind für Erdgasheizungen derart billig, dass sich dieses Heizsystem trotz hoher Energiekosten zum Vollkostensieger aller dreier Häusertypen kürt, während es die Sole/Wasser- Wärmepumpe – obwohl Energiekostensieger – im Vollkostenranking aufgrund hoher Investitions- und Instandhaltungskosten nicht einmal in die Top Drei schafft. Vollkostenschlusslichter sind Öl- und Pelletsheizungen. Ein guter Kompromiss ist die Luft/Wasser-Wärmepumpe.

Sie weiß durch niedrige Energie- sowie erträgliche Investitions- und Instandhaltungskosten zu überzeugen und belegt sowohl beim thermisch unsanierten und sanierten Haus als auch beim Neubau den zweiten Platz im Vollkostenranking. Die Luft/Wasser-Wärmepumpe ist außerdem deutlich umweltfreundlicher als Vollkostensieger Erdgas-Brennwert. Die wenigsten CO2-Emissionen verursacht aber ein anderes System, und zwar das Heizen mit Scheitholz, gefolgt von Pellets und Fernwärme. Ölheizungen sind – wenig überraschend – die größten Umweltsünder. Der Heizkostenvergleich im Detail ist auf www.energyagency.at nachzulesen.