Holzbefeuerte Öfen bieten mehr als Lagerfeuerromantik

Kamin- und Kachelöfen zählen heute zu den modernen Raumheizungen und lassen sich als Alternative oder Ergänzung zur Zentralheizung einsetzen. Sie punkten vor allem durch gemütliche Strahlungswärme, Designvielfalt und den günstigen Energieträger Holz.

Mit Holz befeuerte Einzelheizanlagen werden immer beliebter – egal, ob als gemütliche Zusatzheizung in der Übergangszeit oder als Alternativheizung. Die Gründe dafür sind vielfältig und finden sich zum einen im ästhetisch-atmosphärischen, zum anderen im wirtschaftlich- ökologischen Bereich: Kamin- bzw. Kachelöfen spenden angenehme, gesundheitsfördernde Wärme, erfreuen je nach Modell mit romantischem Flammenspiel und bieten sich als optisches Highlight für unterschiedlichste Raumkonzepte und Einrichtungsstile an. Wirtschaftlich gesehen punkten mit Stückholz oder Pellets befeuerte Öfen vor allem, wenn die Zentralheizung noch auf Heizöl zurückgreift, ist dieses laut aktuellem Energiepreisindex der Österreichischen Energieagentur doch um rund 27 Prozent teurer als noch im Vorjahr.

Obwohl es auch bei Brennholz und Pellets im Jahresvergleich zu einem Preisanstieg gekommen ist, fällt dieser mit rund acht bzw. drei Prozent im Vergleich moderat aus. Das Heizen mit Holz, dem wichtigsten erneuerbaren Energieträger unserer Heimat, stärkt zudem Österreichs Wirtschaft, schafft Arbeitsplätze und ist im Gegensatz zu Gas oder Öl CO2- neutral. Ein Nachteil von Holzfeuerungen ist der Ausstoß von Feinstaub, der v. a. bei alten Einzel- und Kaminöfen bzw. bei falscher Befeuerung gravierend sein kann. Die Emissionsmenge lässt sich jedoch sehr gut beeinflussen und ist dank moderner Feuerungstechnik in qualitativ hochwertigen Kachel- und Kaminöfen gering. So ist es auch zu erklären, dass die Emissionen aus Holzheizungen trotz ihrer gestiegenen Anzahl in Österreich stark gesunken sind.

Auch richtiges Benutzerverhalten ist für eine saubere Verbrennungnotwendig. Kaminofenfeuer sollten möglichst schnell und richtig angezündet werden. Dazu gilt es, trockene Holzscheite mit einer Restfeuchte unter 20 Prozent kreuzweise zu stapeln, das Feuer von oben nach unten zu entzünden und die Luftzufuhr laut Herstellerangaben zu regeln. Behandeltes Holz, Spanplatten, Karton, Altpapier u. v. a. m. gehören nicht verbrannt.

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