Ivana Solaja Erziehung heute: Eltern sind viel zu nachlässig

Ivana Solaja, 15
Seebacher-Siedlung 807/6
8970 Schladming
BHAK Liezen, 2BHK

Den Kindern und Jugendlichen heute fehlen Grenzen und Eltern, die mit ihnen reden.

Oft wird von der heutigen Jugend gesprochen, die sich schlecht verhält – aber keiner denkt über die Rolle der Eltern nach. Viele Erziehungsberechtigte nehmen ihre Aufgabe viel zu locker, obwohl sie möglicherweise nicht wissen, welche Dinge ihre Kinder in der Freizeit machen, wie z. B. fortgehen. In der heutigen Zeit darf man als Jugendlicher kein einziges Fest auslassen, was früher nicht der Fall war. Der Grund dafür, dass Eltern über ihre Kinder vieles nicht wissen, ist, dass sie selbst zu beschäftigt sind und keine Zeit für sie haben.

Auf der Internetseite „Planet wissen“ erfährt man, dass Mädchen früher bei der Begrüßung von Erwachsenen einen Knicks machen mussten und Jungs eine leichte Verbeugung. Bei Tisch durften einige Kinder überhaupt nicht sprechen. In den 1950er-Jahren hatten Kinder auch keine Spielzeuge, sie machten Dinge zu einfachen Spielwaren. Heute würde keiner auf diese Idee kommen. Ein Leben ohne Handy können sich junge Erwachsene gar nicht mehr vorstellen, wobei man damals nicht mal ein Handy hatte.

Ich finde, dass Jugendliche nur mehr wenig Respekt vor ihren Eltern haben. Wenn Erziehungsberechtigte mit Kindern reden, ist es zwar gut und positiv gemeint, wird aber von den Kindern sehr schlecht und negativ wahrgenommen. Meiner Meinung nach müssen Eltern ihre Kinder nicht kontrollieren, aber mit ihnen strenger umgehen und offen und ehrlich reden. Natürlich gibt es keine „richtige“ Erziehung, es sollten aber auf jeden Fall Grenzen gesetzt werden. Kinder und Jugendliche müssen lernen, sich an verlässliche Angaben von Eltern, die sie erfüllen oder nach denen sie sich richten müssen, zu halten. Man sollte aber gemeinsam über Probleme reden können, ohne dass ein Elternteil gewalttätig wird. Sowohl Liebe und Zuneigung als auch Regeln sind bei der Erziehung sehr wichtig.

Eltern sollten ihren Kindern beibringen, was Dankbarkeit und Mitgefühl bedeuten. Kinder und Jugendliche sollten verstehen, was andere Leute für sie machen und wie dankbar sie dafür sein sollten. Im Haushalt kann jeder eine helfende Hand gebrauchen, doch die meisten Jugendlichen würden nie auf die Idee kommen, zu helfen. Lieber verkriechen sie sich mit dem Handy ins Zimmer oder treffen sich mit Freunden. Meine Lösung für das Generationenproblem: Liebe Eltern, redet mit den Kindern und Jugendlichen viel und oft, dann wird ihnen einiges klarer.


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