Jagd und Historisches – der Ursprung der Weidgerechtigkeit

Erzherzog Johann (1782 – 1859), einer der populärsten Habsburger, war begeisterter Jäger.


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In seinem Tagebuch vermerkte der Herzog über die Jagd: „Die Jagd ist das herrlichste Schauspiel. Das Grauen des Morgens, das Erwachen der einzelnen Vögel und wie der Horizont sich rötet und es licht wird. Der allgemeine Chor der Waldbewohner, welche mit vollen Kehlen das Lob des Herrn singen, die stärkende Kühle und der Duft der Nadelwälder. Ich bin immer von tiefer Rührung ergriffen, es ist so etwas Feierliches und ich habe diese Stunden nie vergessen.“

Erzherzog Johanns emotionaler Zugang zu Jagd, Natur und Schöpfung, die den Jäger und sein jagdliches Tun in den Gesamtzusammenhang der Naturgeschehnisse, fernab von Trophäenkult und Weltrekordhirsch, stellt, ist heute Teil des Selbstverständnisses der modernen Jagd. Schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erließ Johann für seine Jäger sogenannte Jagdinstruktionen, die die Ausübung der Jagd genau reglementierten. Diese sind das Fundament des Steirischen Jagdgesetzes und der heute von uns gelebten Weidgerechtigkeit.

Foto: vordernberg.at