Jeep – Urvater des Allradantriebs

Der Jeep hat sich vom Kriegsfahrzeug zum Kultauto entwickelt. Als vor mehr als 75 Jahren in Amerika ein relativ primitives Auto mit dem Kunstnamen „Jeep“ gebaut wurde, konnte niemand dessen Entwicklung zu einem Kultfahrzeug auch nur erahnen. Dass dieses amerikanische Paradeauto nach einer Militärkarriere auch den zivilen Markt eroberte, ist ein weiteres pikantes Detail der Automobilgeschichte. Die Verbindung der großen Autohersteller Fiat und Chrysler trägt mit dem Jeep Renegade interessante Früchte. Die noch rein amerikanischen Jeep-Modelle waren nicht gerade Werke der Feinmechanik. Das hat sich seit der Kooperation deutlich gewandelt. Der Renegade hat den notwendigen Feinschliff in Technik und Optik bekommen. Mit seinem Allradantrieb, der mittels Wahlrad gesteuert werden kann, muss man kein Gelände scheuen. Aber auch Langstrecken meistert der Renegade, der dabei mit einer neunstufigen Schaltautomatik brilliert. Im Testwagen stand eine Getriebebox mit sechs Gängen zur Verfügung, die mit dem Multijet-Diesel von Fiat bestens harmonierte. 140 PS Leistung und ein Drehmoment von 350 Nm machen dem maximal 1.865 kg schweren Renegade ordentlich Beine. Der Renegade ist kein protziges Freizeitauto. Der Nutzwert des Kofferraumes mit seinen glatten Wänden und einem Fassungsvermögen von 351 bis 1.297 l muss erwähnt werden. Die Außenmaße machen den Jeep zum flinken Waldläufer. Mit seinen Abmessungen – L 425, B 180 (ohne Spiegel) und H 170 cm – lassen sich auch abseits befestigter Straßen ausgezeichnete Fahrwerte erzielen. Es ist vernünftig, dass bei diesem internationalen Projekt die Motoren aus Europa stammen und dementsprechend wirtschaftlich sind. In Amerika hatte man darauf ja nicht immer so großen Wert gelegt. Als Durchschnittsverbrauch werden 5,1 l Diesel auf 100 km angegeben. Wirtschaftlich ist auch die Bereifung mit 215/60 R 17. Den Jeep Renegate gibt es ab 18.790 Euro. In unserer Region ist das Autohaus Wittwar (Liezen) Repräsentant der Marke.
Foto: Werksfoto

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