[ku:L]turelle Impulse aus Öblarn

Inmitten des Ennstals liegt die Marktgemeinde Öblarn. Auf den ersten Blick vermutet der kulturinteressierte Neuankömmling hier wohl ausschließlich die Pflege volkstümlichen Brauchtums. Doch diese Annahme trügt.

Das Kunst- und Kulturhaus [ku:L] im Zentrum Öblarns sorgt nämlich für Kultur der anderen Art. Das Veranstaltungshaus ist eines der ältesten Gebäude der Marktgemeinde und stammt aus dem 14. Jahrhundert. 2008 wurde es durch eine private Initiative vor dem Verfall gerettet und mit viel Fingerspitzengefühl revitalisiert, 2009 das [ku:L] ins Leben gerufen. „Wir veranstalten an die 100 Events im Jahr“, berichtet der [ku:L]-Obmann Hans Johann Danklmayer. „Darunter fallen Konzerte, Theateraufführungen, Lesungen, Vorträge und Workshops.

Uns besuchen jährlich um die 5.000 Kulturliebhaber. Die Eventarbeit gliedert sich in zwei Saisonen: die erste ist zwischen Jänner und Juni, die zweite zwischen September und Dezember. In dieser Zeit finden wöchentlich Aufführungen statt.“ „Die Kulturinitiative kommt auf verschiedenste Art an die Künstler“, führt der Obmann weiter aus. „Diejenigen, die wir unbedingt für eine Aufführung haben wollen, werden von uns kontaktiert. Gleichzeitig trudeln täglich zwei bis drei Anfragen ins Haus.

Und dann beginnt die Qual der Wahl, da wir unserem Publikum ein möglichst vielfältiges Programm bieten wollen.“ Das [ku:L] finanziere sich zu etwa zwei Dritteln durch Eintritte und Mitgliedsbeiträge, zu einem Drittel durch Förderungen von Gemeinde, Land, Bund und EU sowie durch Sponsoren, erzählt der Danklmayer. Das angeschlossene Lokal, das übrigens dringend einen Pächter sucht, deckt den gastronomischen Teil ab. „Wir arbeiten mit dem Lokal natürlich eng zusammen, sind aber wirtschaftlich voneinander getrennt.“

Foto: [ku:L] Öblarn


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