MACO Trieben: Ein Urgestein wechselt die Fronten

Wer viel erlebt hat, der kann auch viel erzählen. Das gilt auch für Peter Sodamin, Betriebsleiter bei MACO Trieben, der sich nach 41 Jahren im Unternehmen in die Pension verabschiedet.


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Foto: Halasz

Sodamin war sein Heimatort wichtig und viel daran gelegen, dass hochwertige Arbeitsplätze vorhanden sind. Nach der Lehre bei der „Veitscher“ wurde er im MACO-Stammwerk in Salzburg erster Betriebselektriker. Firmenchef Ernst Mayer entdeckte sein Talent und Sodamin war bald Experte für Steuerungen für Maschinen, Automatisierung und elektronische Infrastruktur. Die Meisterprüfung war mit Bravour abgelegt, als der Chef eine Firmenerweiterung ankündigte und Sodamin anbot, Betriebsleiter im neuen Standort Trieben zu werden.

Während bei den „Veitschern“ die Arbeitsplätze weniger wurden, ist der MACO-Standort seit 1994 immer gewachsen. Von den derzeit 850 Beschäftigten sind knapp 50 Prozent Frauen. Für die Fachkräfte der Zukunft sorgt die vorbildliche Lehrlingsausbildung. Derzeit sind es 59 angehende Facharbeiter. Viele der 340 Lehrlinge in Sodamins Ära haben später bestätigt, dass auch bei MACO in Trieben das Handwerk einen goldenen Boden hat. „Jedes Fenster weltweit kann mit MACO geöffnet und geschlossen werden“, weiß der langjährige Betriebsleiter, ist doch die Firma unter den Weltmarktführern für Beschläge.

Sodamins Umgang mit den Mitarbeitern machte ihn zum „sehr beliebten Chef, mit dem man gerne plaudert“. Nun hat er Zeit, Industriebilder zu entwerfen und Metallplastiken zu gestalten, dem Alpin- und Bergsport zu frönen und mit Bruder Paul ein drittes Skitourenbuch herauszubringen. Pflegen wird er sicher auch den Kontakt mit MACO-Seniorchef Ernst Mayer. Aus der beruflichen Zusammenarbeit ist längst tiefe Freundschaft geworden.