Neue Perspektiven für Einheimische und Gäste

„Die 52 Prozent Zustimmung bei der Gemeinderatswahl waren überwältigend“, sagt Schladmings neuer Bürgermeister Hermann Trinker. Nun will er in der Stadtgemeinde so einiges bewegen.

Hermann Trinker ist seit Juli Bürgermeister in Schladming. (Foto: Shooting Star)

Trinker hat schon als Bürgermeister von Rohrmoos-Untertal bewiesen, dass er sich der Bedeutung dieses Amts bewusst ist. Er werde verantwortungsvoll mit diesem Votum umgehen, verspricht er. Bisher hauptberuflich bei der Bezirksbauernkammer tätig, liegt der Schwerpunkt nun auf den Agenden in Schladming. Zum touristischen Geschehen befragt: „Corona hat das Urlaubsverhalten geändert, mehr Ausflügler und Kurzurlauber gebracht.“ Unabhängig von der herausfordernden Situation, sei es notwendig, alle gesetzlichen Möglichkeiten zu nutzen, um z. B. die Untervermietung von Ferienwohnungen unter Umgehung der Meldepflicht zu verhindern.

Für den Bürgermeister sind der leistbare geförderte Wohnraum für Jungfamilien und die Verhinderung des Kraftwerks in der Talbachklamm genauso brisant wie das Verkehrsproblem. Linienbusse und Taxis können in die Täler oft nicht mehr zufahren, weil Pkw von Gästen die Zufahrt blockieren. Gäste und Einheimische auf öffentliche Verkehrsmittel umzuleiten diene der Sicherheit, nütze dem Klima und bringe Parkgebühren. Die Tagespolitik sieht Trinker im Gemeinderat gut vernetzt und sein Aufruf zur Zusammenarbeit und ein guter Kontakt zu den Nachbargemeinden würden den Alltag erleichtern.

Hermann Trinker findet auch klare Worte zum Thema Pflege: „Die Sozialhilfeverbände machen erstklassige Arbeit, die Beiträge der Gemeinden sichern deren Erhalt. Anstelle neuer Pflegeheime muss die mobile Pflege ausgebaut werden.“ Die Auswirkungen der Pandemie sind auch innerhalb der Gemeinde spürbar – weniger Ertragsanteile und Kommunalsteuerentfall machen auch bei einem Gemeindebudget von 24 Millionen Euro Einsparungen notwendig. Er hält ausdrücklich fest, dass die vier Kindergärten, drei Bauhöfe, zwei Kläranlagen, drei Feuerwehren und 130 Beschäftigten der Stadt unentbehrlich sind.


WERBUNG