Neues Jahr, neue gesetzliche Regelungen für Lehrlinge

Internatskosten sind seit Jahresbeginn nicht mehr von den Lehrlingen, sondern vom Lehrbetrieb zu tragen. Ab Juli verdoppeln sich die Krankenentgeltansprüche für Auszubildende.


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Österreichs Lehrlingen bleibt 2018 mehr im Börserl! Auch wenn einzelne Kollektivverträge bereits in der Vergangenheit die teilweise oder ganze Tragung der Kosten für die Unterbringung während des Besuchs der Berufsschule vorsahen, wurden diese Kosten in der Regel bislang auf die Auszubildenden abgewälzt. Die Unternehmen kamen lediglich für die allfällige Differenz zwischen der Lehrlingsentschädigung und den Internatskosten auf. Das hat sich geändert, seit 1. Jänner sind die vollen Kosten vom Lehrbetrieb zu bezahlen, werden diesem jedoch auf Antrag aus den Mitteln des Insolvenzentgeltsicherungsfonds erstattet.

Die neue Regelung gilt übrigens aliquot auch schon für jene Berufsschullehrgänge, die noch 2017 begonnen haben, aber erst 2018 enden. Auch die Unterbringung in einem alternativen Quartier ist bis zur Höhe der Kosten, die bei einer Unterbringung in einem Internat entstanden wären, vom Lehrberechtigten zu finanzieren. Auch in puncto Krankenentgelt tritt heuer eine neue Regelung in Kraft, allerdings erst im Sommer. Im Falle der Arbeitsverhinderung durch Krankheit oder Unfall steht Lehrlingen derzeit über einen Zeitraum von vier Wochen die volle Lehrlingsentschädigung und danach für weitere zwei Wochen ein Teilentgelt zu. Ab 1. Juli kommt es zu einer Verdoppelung dieser Krankenentgeltansprüche auf acht bzw. vier Wochen, allerdings nur bei Arbeitsverhinderungen, die in Lehrjahren eingetreten sind, die nach dem 30. Juni begonnen haben.

Foto: panthermedian.net/arnoaltix