Österreichs Wirtschaft wächst, der Fachkräftemangel bremst

Die Prognosen für das Wirtschaftsjahr 2018 gestalteten sich bereits im Vorjahr äußerst positiv und wurden aktuell noch stark nach oben korrigiert. Ein Wermutstropfen bleibt der Fachkräftemangel.


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Österreichs Wirtschaft wuchs im Vorjahr um 2,9 Prozent. Es wurde das höchste Wachstum seit zehn Jahren verzeichnet und auch im laufenden Jahr stehen die Zeichen äußerst positiv. Geht es nach den Prognosen unterschiedlicher Experten, ist neuerlich mit einem deutlichen Plus zu rechnen. So hat der Internationale Währungsfond (IWF) seine Vorjahresprognose für 2018 erst kürzlich kräftig erhöht und rechnet mit einem Wachstum von 2,6 Prozent. Noch optimistischer sind die Prognosen der Forschungsinstitute WIFO und IHS, die das Wirtschaftswachstum mit 3,2 bzw. 2,8 Prozent beziffern. Die gute Wirtschaftslage samt positiver Prognosen hat auch Einfluss auf den Arbeitsmarkt. So rechnet der IWF heuer mit einer Arbeitslosenrate von 5,2 Prozent. Negativ auf das Wirtschaftswachstum wirkt sich jedoch der Fachkräftemangel in Österreich aus, der inzwischen so gut wie alle Branchen und Regionen betrifft.

Laut einer aktuellen Umfrage des Beratungsunternehmens EY haben rund 80 Prozent der mittelständischen Unternehmen Probleme, geeignete Mitarbeiter zu finden, was bei mehr als der Hälfte der Unternehmen zu Umsatzeinbußen führt. In der Transportbranche (86 Prozent) sowie in Bau- (83 Prozent) und Industrieunternehmen (82 Prozent) macht sich der Fachkräftemangel besonders bemerkbar. Dort fällt es jeweils mehr als vier von fünf Unternehmen schwer, ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Der Handel kämpft ebenfalls mit den Folgen des Fachkräftemangels: 17 Prozent der heimischen Händler büßen über fünf Prozent Umsatz ein, weitere 42 Prozent bis zu fünf Prozent, so die Studie.