Pädagogik-Paket stärkt das Leistungsprinzip

Das kürzlich präsentierte Pädagogik-Paket der Bundesregierung polarisiert.

Die einen sprechen aufgrund der geplanten Maßnahmen von „der Sicherstellung eines modernen Bildungssystems, das Talente und Interessen der Kinder stärker fördert und Defizite gezielt ausbessert“, die anderen von einer „Rückkehr in die Nachkriegszeit“. Die ersten Maßnahmen im Zuge der geplanten Änderungen im österreichischen Bildungssystem betreffen die Volksschulen, Neuen Mittel- und Polytechnischen Schulen. Sie treten mit dem Schuljahr 2019/20 in Kraft und stellen verstärkte Leistungsorientiertheit in den Fokus. An den Volksschulen werden ab der zweiten Klasse wieder verpflichtende Ziffernoten, ergänzt durch verbale Beurteilungen, und das Wiederholen von Schulstufen aufgrund negativer Leistungen eingeführt.

Die gute alte „Hauptschule“, heute „Neue Mittelschule“, wird zur leistungsorientierten „Mittelschule“, an der mithilfe der klassischen fünfteiligen Notenskala beurteilt wird und es ab der sechsten Schulstufe zur Einteilung der Schüler in zwei Leistungsgruppen, sogenannte „Leistungsniveaus“, in den Fächern Deutsch, Mathematik und der ersten lebenden Fremdsprache kommt. An der Polytechnischen Schule wird ein freiwilliges zehntes Schuljahr eingeführt, das Schülern mehr Zeit zur Berufsorientierung einräumen soll.

Foto: BMWFW / Martin Lusser


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