Randnotiz: „Fluch oder Segen?“

Fluch oder Segen?
Wenn Stadt- oder Regionalentwickler den Begriff „Investor“ hören, löst dies meist wenig Freude aus. Investoren geht es um Renditen, nicht ums Gemeinwohl. Wenige profitieren, viele bleiben auf der Strecke – ob dies nun die Immobilienentwicklung im oberen Ennstal und Ausseerland oder die Handelsstruktur in Liezen betrifft. 90 Prozent der Handelsfläche in Liezen wird von Filialisten besetzt, denen die Stadtentwicklung egal ist.

Mit der Arkade wandert nun ein Familienbetrieb in die Hände eines Investors. Die künftige Nutzung ist von hoher Bedeutung für die innerstädtische Entwicklung, handelt es sich doch um einen zentralen Komplex und nicht um eine der vielen „Schuhschachteln“ am Stadtrand. Handel alleine wird nicht funktionieren, dazu ist die Konkurrenz an der B 320 mittlerweile zu mächtig. Von Wohnungen und einem Hotel ist die Rede.

Besorgniserregend der Leerstand in der Arkade: Während die Familie Marchler die Geschäftsflächen der Familie Aigner übernehmen wird, werden sich im Gegenzug mit der Stadtbuchhandlung, Foto Fröschl u. a. wichtige Mieter verabschieden. Nicht die letzten, wie man munkelt.

Ihr Hartwig Strobl