Raritäten aus dem Stadtarchiv Stationen am Weg zur Arkade

Stationen am Weg zur Arkade

Wodurch wird eine Stadt zur Einkaufsstadt? V. a. durch moderne, attraktive Geschäfte. Einst kamen Familien aus dem ganzen Bezirk nach Liezen, um mit ihren Kindern bei Kastner & Öhler Rolltreppe zu fahren. Für sehenswerte Geschäfte sorgten aber auch heimische Unternehmer, etwa die Familie Aigner, die 1920 mit einem kleinen Geschäft neben der Kirche begonnen hatte, 1968 am neu geschaffenen Hauptplatz ein Großkaufhaus eröffnete und neun Jahre später weiter südlich einen als „Haus 2“ bezeichneten zweiten Standort, der 1990 zur Arkade ausgebaut wurde, errichtete.

Das Kaufhaus Aigner neben der Kirche. (Fotoquelle: Stadtarchiv Liezen)

Unsere erste Aufnahme aus dem Jahr 1931 zeigt das Kaufhaus Aigner neben der Kirche. Am zweiten, 1980 entstandenen Bild sind das sogenannte Haus 2 mit dem ehemaligen Wohnhaus der Familie Aigner zu sehen. Wo sich jetzt der Südeingang der Arkade befindet, stand damals das Häuschen eines Liezener „Originals“. Seinen Wohnraum teilte er sich mit einer Ziege und einigen Hühnern.

„Haus 2“ und das ehemalige Wohnhaus der Familie Aigner. (Fotoquelle: Stadtarchiv Liezen)

Die Arkade wurde 1990 errichtet und gehört, nach rund 30 Jahren im Besitz der Familie Aigner, seit Jahresbeginn der Tiroler Pletzer-Gruppe. ↖