Riesneralm: Petz ist der (Schnee)Bär

Einen Wandel wie das einstige Holzknechtdorf Donnersbachwald hat wohl kaum ein anderer Ort dieser Größe vollzogen. Mit zwei kleinen Liften und kaum beachtet begann in der Saison 1973/74 mit dem Startschuss zum Projekt Riesneralm eine unglaubliche Erfolgsgeschichte.


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Als junger Gemeindesekretär konnte Erwin Petz – Petz wie Bär – mit sportlichen Aktivitäten die Jugend begeistern. So bekam der Ort eine FIS-homologierte Piste und organisierte Europacuprennen. Trotzdem war es nicht leicht, bei zuletzt 314 Einwohnern, die Abwanderung zu stoppen. 2000 wurde der Berg weiter erschlossen, Schritt für Schritt Schlepp- durch Sessellifte ersetzt.

Erwin Petz, zwischendurch auch 17 Jahre Bürgermeister mit besonderen Talenten, sorgte Jahr für Jahr für eine Qualitätssteigerung, was mehr Gäste brachte. Bald war die Riesneralm ein Geheimtipp der Oberösterreicher, die erste Kinderskischaukel Österreichs entstand, ein größeres Sportgeschäft folgte. Als erstes steirisches Skigebiet wurde beim Skiareatest der Titel „Aufsteiger des Jahres“ erreicht, Gold für das beste Kinderskigebiet folgte. Das Pistengütesiegel unterstreicht die Qualität des Riesneralm-Teams und „Meister Petz“ wurde auch zum Seilbahner des Jahres gekürt. 2010 folgte die 6er-Panoramabahn. Mit dem Hochsitz, dem höchsten Bad und dem Wegeprogramm sowie Holzskulpturen hat man aus der Riesneralm inzwischen einen Sommer- und Wintersportort gemacht, der viele Generationen als Fans hat.

Fotos: Riesneralm/Walcher