Röder sieht Ende der Aktion 20.000 kritisch

Die Einstellung der Arbeitsmarktinitiative für Menschen über 50 Jahre sei bedauerlich, da diese trotz Hochkonjunktur kaum Chancen am Arbeitsmarkt hätten, so Helge Röder, Geschäftsstellenleiter des AMS Liezen.

Bereits im Vorjahr in Modellregionen angelaufen, hätte die Maßnahme mit 1. Jänner österreichweit umgesetzt werden und insgesamt 20.000 Stellen in Bereichen, in denen Arbeitskräfte dringend gebraucht werden, z. B. in Gemeinden oder gemeinnützigen Organisationen, schaffen sollen. Hätte, wohlgemerkt, denn die Aktion, für die bis Mitte 2019 rund 780 Millionen Euro budgetiert waren, fiel dem Sparstift der neuen Regierung zum Opfer.

Schlechte Nachrichten also für die 738 Arbeitslosen über 50 Jahre im Bezirk Liezen (Stand Ende Dezember), deren Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozent bzw. 17 Personen gestiegen ist. Zumindest konnten noch 31 Personen, für die bereits im Dezember eine Zusage vorlag, im Rahmen der Aktion 20.000 eine Arbeit aufnehmen, berichtet Röder. Hoffen lässt den AMS-Chef die Aussage der neuen Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ), dass die Aktion keineswegs endgültig eingestellt, sondern nur ausgesetzt sei und evaluiert werde. Die Zahlen aus den Pilotregionen sowie die Gespräche mit den dortigen Kollegen würden auf jeden Fall für eine Wiederaufnahme sprechen, meint Röder.

Foto: Karl


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