Tempolimit macht Österreichs Autobahnen sicherer

Eine aktuelle Analyse zeigt es ganz deutlich: Das Unfallrisiko auf Österreichs Autobahnen ist wesentlich geringer als in Deutschland, und zwar um 51 Prozent. Die schlechte Unfallbilanz unserer Nachbarn wird auf fehlende Tempolimits zurückgeführt.

Auf den österreichischen Autobahn- und Schnellstraßennetz ereigneten sich im Vorjahr 1.065 Verkehrsunfälle pro 1.000 Kilometer, in Deutschland hingegen 1.610. Diese Zahlen lieferte der Österreichische Verkehrsclub (VCÖ) in einer aktuellen Analyse, die im Österreichvergleich zudem auch um 65 Prozent mehr Verletzte und um 25 Prozent mehr Totesopfer auf Deutschlands Autobahnen ausweist. Die hohen Unfallzahlen sehen VCÖ-Experten im Fehlen von Tempolimits für mehr als die Hälfte des deutschen Autobahnnetzes begründet: „Mit dem Tempo nimmt der Anhalteweg zu, das Risiko eines Unfalls steigt dadurch.“

Doch auch die Unfallbilanz mit 56 Toten und 3.474 Verletzten auf Österreichs hochrangigem Straßennetz fordert die Umsetzung verstärkter Verkehrssicherheitsmaßnahmen, weshalb sich der VCÖ ausdrücklich gegen Tempo 140 auf heimischen Autobahnen ausspricht. Er schätzt die Toleranz beim Überschreiten von Tempolimits in Österreich als sehr hoch ein und fürchtet ein Ansteigen des Unfallrisikos durch AutofahrerInnen, die mit 150 km/h und mehr unterwegs sein werden, sollte es zu Tempo 140 kommen.