Tierschutz in Admont: „Fellnasenhilfe L(i)ebenswert“

Kaum ein anderes Tier bereitet dem Menschen als treuer Wegbegleiter so viel Freude wie ein Hund. Um sich einen solchen anzuschaffen, wenden wir uns entweder an einen Züchter oder wir holen uns einen Hund aus dem Tierheim und befreien ihn somit auch aus seinem kläglichen Dasein.

Es gibt jedoch auch eine andere Möglichkeit, um an den Hund zu kommen: Viele tierliebende Idealisten sind auf das Leid der Hunde in unseren umliegenden Nachbarländern aufmerksam geworden und leisten in Tierschutzvereinen unter Einsatz all ihrer Kräfte vorbildlichen Tierschutz. Ein solcher Tierschutzverein hat seinen Sitz in Admont und nennt sich „Fellnasenhilfe L(i)ebenswert“. Man arbeite hauptsächlich mit einem sehr gut organisierten ungarischen Tierheim zusammen, das etwa 60 Kilometer östlich von Budapest liegt, verrät uns Sonja Unterweger, die Obfrau des Vereins. Des Weiteren werde auch versucht, Tierschutzorganisationen in Rumänien und Bosnien zu unterstützen und auch bei heimischen Notfällen ist man selbstverständlich darauf bedacht, schnellstmöglich eine Lösung herbeizuführen.

„Fellnasenhilfe L(i)ebenswert“ ist intensiv um die Verbesserung der Lebenssituation der Hunde im Ausland bemüht, führt Unterweger weiter aus. Dabei legt der Verein sein Hauptaugenmerk darauf, die ausländischen Tierschutzorganisationen soweit zu unterstützen, dass sie einen Standard erreichen können, der dem österreichischen Tierschutz annähernd entspricht, was bedeuten soll, dass die Hunde artgerecht versorgt, kastriert und an gute Plätze vermittelt werden können. Der Verein organisiert auch Spendensammlungen, bei denen Decken, Futtermittel und diverses Hundezubehör entgegengenommen werden. Dieses Material wird dann bei Spendenfahrten übergeben.

Einige ausgewählte Hunde haben auch das Glück, über „Fellnasenhilfe L(i)ebenswert“ in Österreich ein neues Zuhause zu finden. Im vergangenen Jahr konnten rund 80 Tiere an Familien vermittelt werden, so die Obfrau. Der Verein finanziert sich ausschließlich aus Spendengeldern sowie den Schutzgebühren, die für die vom Verein vermittelten Hunde eingenommen werden.

Foto: Sikula