Überholmanöver fordern Opfer

Überholunfälle gestalten sich meist schwerwiegend. Experten des Autofahrerclubs ÖAMTC sehen daher die Schaffung und den Ausbau sicherer Überholstrecken auf stark frequentierten Strecken als notwendig an.

Laut den Zahlen von Statistik Austria gehen lediglich drei Prozent aller PKW-Unfälle auf Überholmanöver zurück. Allerdings ist in sechs Prozent der Unfälle, bei denen Todesopfer zu beklagen sind, ein Überholvorgang die Ursache. „Dass Unfälle beim Überholen so gefährlich sind, liegt vor allem an der hohen Differenzgeschwindigkeit, wenn zwei Fahrzeuge frontal kollidieren. Ein weiterer Grund sind unkontrollierbare Manöver im letzten Augenblick, die zu Folgekollisionen oder einem Abkommen von der Straße führen können“, so ÖAMTC- Verkehrstechniker Felix Etl.

Auf Freilandstraßen finden sich meist nur wenige geeignete Überholmöglichkeiten, wobei der Platzbedarf beim Überholen vom Lenker oft auch unterschätzt wird. Der ÖAMTC fordert deshalb auf stärker frequentierten Strecken einen dreistreifigen Ausbau. „Sogenannte 2+1-Querschnitte weisen abwechselnd in jeweils eine Fahrtrichtung einen zweiten Fahrstreifen auf und schaffen so sichere Überholmöglichkeiten“, erläutert der ÖAMTC-Experte. Bei bestehenden überbreiten Landesstraßen könnten solche Querschnitte mit vergleichsweise geringem baulichen Aufwand und moderaten Kosten eingerichtet werden.


WERBUNG