Verkehrsverbund: Wettbewerb bringt auch Erfolg

Es war einmal, dass die Post die Buslinien in die Ausseerlandgemeinden und die Linie Gröbming– St. Nikolai betrieb und der ÖBB-Kraftwagendienst die übrigen Buslinien führte. Und daneben waren die Züge der ÖBB unterwegs.

WERBUNG.

Heute ist der ÖBB-Postbus Zulieferer zu den Schnellzügen, bringt aus den Tälern die Jugendlichen in Schule und Lehre. Die ÖBB-Schienen sind den Straßen gleich geworden und auf ihnen sind auch private Leistungsanbieter, etwa Steiermarkbahn oder Graz-Köflacher Bahn, unterwegs. In diesem Umfeld arbeitet Alfred Hensle. Er ist seit 18 Jahren Geschäftsführer des Steirischen Verkehrsverbunds.

Der studierte Geograf aus St. Gallen sorgt mit seinem 24-köpfigen Team dafür, dass die Vernetzung im Personenverkehr funktioniert, Anschlüsse kurzzeitig erreicht werden. Mögliche Verbesserungen brauchen längere Vorlaufzeit und die Partnerschaft mit öffentlichen und privaten Buslinien wie z. B. jenen der Planai-Hochwurzenbahnen oder den Ramsauer Verkehrsbetrieben erleichtert die Zusammenarbeit. Im dünn besiedelten Bezirk ist das Rufbus-Taxi bewährt und heimische Busunternehmer sind ständig eingebunden. Kontakte mit den Gemeinden erleichtern die Anpassung der Fahrpläne. Die Regionalbusleistungen werden ausgeschrieben, selbst der ÖBBPostbus muss sich gemäß EU-Gesetzen der Konkurrenz stellen und Angebote legen.

Nach Zuschlag im Vergabeverfahren Schladming bleibt das Busteam in Stainach weiterhin Marktführer in unserer Region. Alfred Hensle wird sich im Sommer in den Ruhestand verabschieden. Er war einer der Pioniere bei der Harmonisierung des öffentlichen Verkehrs und wirkte von Beginn an der Erfolgsgeschichte des Verkehrsverbunds mit. Mit Bussen und dem RegioJet (und auch bei den Zügen nach Innsbruck und Linz) ist man auf aktuellem Niveau. Die in die Jahre gekommenen Züge der Deutschen Bahn nach Saarbrücken und Frankfurt sollen ersetzt werden.

Foto: Halasz