Viktoria Kogseder Klimawandel: Wie weit wollen wir noch gehen?

Viktoria Kogseder, 16
Pyhrnstraße 42
4582 Spital am Pyhrn
BHAK Liezen, 2 BHK

In Österreich steigt der Kohlenstoffdioxidausstoß stetig an. Das beeinflusst unsere Lebensbedingungen und unser Klima. Es ist also dringend an der Zeit, etwas zu ändern.

Österreich findet sich in einem im Rahmen der letztjährigen UN-Klimakonferenz präsentierten Vergleich betreffend Kohlenstoffdioxidemissionen nur auf Platz 35 von 57. Besorgniserregend, wenn man bedenkt, dass der Co2-Ausstoß verheerende Folgen haben könnte. Wollen wir irgendwann keinen Schnee mehr auf unseren Pisten sehen, geschweige denn Vorbilder im Winterleistungssport haben? Wollen wir unsere tolle Position als Alpin-Ski-Nation Nummer eins verlieren? Ok, bitte. Dann machen wir weiter wie bisher.

Finden Sie in irgendeinem Wahlprogramm eine sinnvolle Strategie gegen die Klimaerwärmung? Ich nicht! Die Grünen aus dem Parlament und den Landtagen zu wählen, obwohl die doch noch am meisten für den Umweltschutz getan haben, zeigt das mangelnde Interesse und Wissen der Menschen. Stattdessen lenken die anderen Parteien das Augenmerk der ÖsterreicherInnen auf das Thema Asylwerber und Immigranten und wie man diese aus dem Land verdrängen könnte, um die Grenzen zu schützen und Sicherheit herzustellen. Ist das eine plausible Ausrede, um sich von sämtlichen Innovationen im Umweltschutz zu drücken? Nein! Mit Sicherheit nicht Natürlich ist das Thema Zuwanderung von großer Bedeutung, aber deswegen sollte der Klimaschutz nicht völlig verdrängt werden.

Die Natur liefert nicht nur die Rohstoffe für die Industrie in Österreich, wie z. B. der Erzberg für die voestalpine AG, sondern bietet unseren zukünftigen Leistungssportlern, die Vorbilder für die Jugend sind und zum Sport animieren, im Alpinbereich optimale Trainingsbedingungen. Daher finde ich es ziemlich kurzsichtig, Mutter Natur immer mehr auszubeuten, damit die österreichische Wirtschaft mehr und mehr wächst und wir in Reichtum leben können. Den Menschen in diesem Land scheint dies wichtiger zu sein, als ihr Leben in einem gesunden Lebensraum zu verbringen.

Ein Klimaabkommen beschließt man mit Sicherheit nicht, um es dann nach einer gewissen Zeit wieder völlig zu ignorieren und seine Maßnahmen wieder über den Haufen zu schmeißen. Wenn man sich zu einem Abkommen bekennt und dieses unterschreibt, sollte man es auch konsequent durchziehen, denn wenn ein Schüler seine Abgabefristen nicht einhält, wird die Arbeit auch nicht unter den Tisch fallen gelassen.
Trotz eines eigenen Ministeriums keine sinnvollen Strategien und Maßnahmen entwickeln zu können, ist traurig. Wenn ein Land wie Frankreich es schafft, unter einer gewissen Grenze zu bleiben, sollte ein kleineres Land wie Österreich es doch erst recht schaffen.

Wir sollten alle auf unsere Umwelt achten, denn schließlich wollen weder wir noch unsere Kinder oder Enkel wortwörtlich im Dreck versinken. Höchstwahrscheinlich werden wir uns in einigen Jahren fragen, wieso wir nicht schon heute begonnen haben.
Ob sich in Zukunft unsere Politiker um die Lösung dieses Problems kümmern, bleibt abzuwarten. Wie sagt man so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt.


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