Von Adventmärkten und ihrer Entstehung

In der Vorweihnachtszeit steht allerlei Besinnliches am Programm: Kekse backen, einen Brief ans Christkind schreiben, das Friedenslicht ins Haus holen und natürlich Adventmärkte besuchen.

Ein bekannter Markt in unserer Region ist jener in Pürgg. Das Kripperl der Steiermark feiert den Advent gleich an zwei Wochenenden mit Landschaftskrippe und traditionellem Brauchtum in den Ställen, Garagen, Tennen und Häusern der Bewohner des Dorfs. Die Ausseer spezialisieren sich währenddessen unter anderem mit dem „Adventmarkt der Sinne“ auf Handwerk – Schaudrechseln, Glasblasen, etc. – und Handwerkskunst. Zur Schladminger Bergweihnacht wird einen ganzen Monat lang weihnachtliche Vorfreude auf verschiedenste Weise vermittelt – vom Advent in der Talbachklamm bis hin zur Krippenausstellung in der Annakapelle.

Der Admonter Advent rund um das Stift begeistert Mitte Dezember mit echtem Handwerk, Orgelkonzerten u. v. m. Insgesamt wird in puncto Weihnachtsmärkte in unserer Region sehr viel geboten – einen genauen Überblick für alle Gemeinden im Erscheinungsgebiet der LBN haben wir in den Terminen im Advent in unserer letzten Ausgabe gegeben. Entstehung der Adventmärkte In der heutigen Dichte sind die vielen Advent-, Weihnachtsund Christkindlmärkte eine Erfindung unserer auf Verkauf und Konsum ausgerichteten Zeit.

Oftmals wird behauptet, es habe bereits im Mittelalter solche Märkte gegeben. Dabei handelte es sich aber wohl eher um gewöhnliche Märkte, die in den Wochen vor Weihnachten abgehalten wurden. Adventmärkte, wie wir sie heute kennen, darf man sich darunter jedoch nicht vorstellen. Diese mittelalterlichen Märkte in der Vorweihnachtszeit dienten wohl in erster Linie der Versorgung der Menschen in den Wintermonaten. Erst nach 1600 gibt es Hinweise auf Märkte, die unseren Adventmärkten ähnelten.

Bereits im Mittelalter üblich war jedoch, dass am 6. Dezember der Nikolaus auf den Marktplätzen die Kinder beschenkte – eine Unterbrechung der damals strikt eingehaltenen Fastenzeit, die – mit Unterbrechungen – vom Martinstag am 11. November bis zum Dreikönigstag am 6. Jänner dauerte.

Foto: panthermedia.net/Kzenon