Favorisiertes Grundstück in Stainach-Pürgg

Leitspital Liezen: Die Diskussionen reißen nicht ab

Die FPÖ befürchtet aufgrund des gewählten Grundstücks ein steirisches Krankenhaus Nord, die Grünen wittern Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe.

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Bereits seit Längerem ist bekannt, dass das für die Errichtung des Leitspitals vorgesehene Grundstück südlich des Stainacher Bahnhofs zum Teil durch Teeröl verunreinigt ist. Kürzlich sorgte ein Bericht in der Krone für weiteren Wirbel. Recherchen der Tageszeitung zufolge ist das Areal womöglich zu feucht. Halte man trotzdem am Standort fest, drohe eine Kostenexplosion, aus den veranschlagten 250 Millionen könnten 500 werden.

Landesregierung beruhigt

Gesundheitslandesrat Christopher Drexler und Finanzlandesrat Anton Lang sehen jedoch keinen Anlass zur Sorge. Sie versichern in einer Aussendung, dass der Kostenrahmen bestehen bleibe. Dass sollen für September anberaumte Bodenuntersuchungen – Bohrungen – sicherstellen. Sollte sich im Zuge dessen „tatsächlich herausstellen, dass der Bau auf dieser Fläche wegen der Bodenbeschaffenheit die budgetären Planungen übersteigen würde, werden wir ein anderes Grundstück auswählen“, so Drexler und Lang. Sechs Grundstücke stehen zur Auswahl, das beste werde schlussendlich bebaut.

Sonderlandtag

Trotz Kostengarantie mussten sich Drexler und Lang am 26. August – und damit leider nach Druck der aktuellen Ausgabe der LBN – in einem Sonderlandtag einer dringlichen Anfrage der FPÖ zu den Kosten stellen. Grünen-Klubobmann Lambert Schönleitner hingegen möchte wissen, warum es keine europaweite Ausschreibung gegeben habe, die womöglich einen für das Land günstigeren Betreiber als die Diakonissen gebracht hätte. Es deute vieles auf eine europarechtswidrige und auch gegen nationales Recht verstoßende Vergabe hin.