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Schülerinnen und Schüler mit Förster Mario Pernkopf (links) und Mag. Paul Josef Colloredo-Mannsfeld (in 3. Reihe)
| Aus der Region

Wald statt Schulbank: Kinder entdecken den Wald


Rund 30 Mittelschülerinnen und Mittelschüler aus Stein an der Enns erkunden, was einen Wald klimafit macht – mit Förster, Grundbesitzer und einem Jagdhund als heimlichem Star.

Die Klassen 2a und 2b der Mittelschule Stein an der Enns verbrachten den Vormittag des 23. Oktobers im Wald von Grundbesitzer Colloredo-Mannsfeld, Forstamt Gstatt in der Kleinsölk. Im Rahmen des Projekts „Klimafitter Wald“ gingen sie einer großen Frage auf den Grund: Wie muss ein Wald aussehen, damit er auch in Zukunft gesund bleibt?

Pernkopf Collorado Mannsfeld 23102026Förster Mario Pernkopf, Mag. Colloredo-Mannsfeld (r.) und Hund AscorFörster Mario Pernkopf nahm die Kinder mit auf eine Entdeckungsreise zwischen Stämmen, Moos und Wurzeln. Entdecken, staunen, verstehen und mitmachen lautete das Motto, und genau so lief der Vormittag ab: Augen auf, Fragen erlaubt.
Was „klimafit“ bedeutet, lässt sich ganz einfach erklären: Ein Wald, in dem nur eine Baumart wächst, ist verletzlich. Kommen Hitze, Trockenheit oder Schädlinge, trifft es alle Bäume gleichzeitig. Ein Mischwald mit vielen verschiedenen Baumarten hält dagegen viel besser zusammen, weil jede Art ihre eigenen Stärken mitbringt. Vielfalt ist also die beste Versicherung für den Wald. Und ein gesunder Wald ist mehr als schön anzusehen: Als grüne Lunge speichert er CO₂ und ist damit einer unserer wichtigsten Verbündeten im Klimaschutz.

Für besonders leuchtende Augen sorgte ein Begleiter auf vier Pfoten: Jagdhund Asco war der unbestrittene Liebling des Vormittags und öffnete ganz nebenbei die Tür zu einem wichtigen Thema. Denn Rehe und anderes Wild knabbern mit Vorliebe an jungen Bäumen. Wird zu viel verbissen, hat der Wald der Zukunft kaum eine Chance, groß zu werden. Die Jagd sorgt dafür, dass Wald und Wild im Gleichgewicht bleiben.
Um 11 Uhr ging’s zurück in die Schule, mit matschigen Schuhen, vollen Köpfen und der Gewissheit, dass Unterricht manchmal am besten dort stattfindet, wo kein Klassenzimmer ist. Der Hund hat übrigens keine Hausübung bekommen.

 

Fotos: Naturpark Sölktäler