Krippenbauer haben jetzt Hochbetrieb

Freunde von Weihnachtskrippen können sich freuen. In vielen Gemeinden sind die Krippenbauer seit Monaten aktiv und in zahlreichen großen und kleinen Werkstätten gehen Krippenbaukurse in die Endphase.

Österreichweit gibt es rund 12.000 in Vereinen organisierte Krippenbauer. Auch in unserer Region gibt es sie. Gustav Schöpf aus Strechau gestaltete die sehenswerte Krippe in Rottenmann. Auf eine Krippentradition können auch Bad Mitterndorf, Bad Aussee und Eisenerz verweisen. Im oberen Ennstal feiert der Krippenverein Stein/Enns heuer sein 20. Gründungsjahr.

Obmann Gerald Gerhardter (Foto 4. v. r.) schätzt die Atmosphäre in seinem Verein. Er organisiert Kurse für alle Altersgruppen, besorgt Zubehör und plant Exkursionen. 2010 wurde dieses Engagement mit dem Volkskulturpreis gewürdigt. „Krippenbau ist keine Bastelei, sondern wertvolle Handarbeit“, versichert Krippenbaumeister Adi Barazutti (l.), der bereits im Frühjahr zum ersten Erwachsenenkurs lud.

Ein Kurs für Hintergrundmalerei, weitere Spezialkurse für Aquarell und Hintergrund folgten. Die entstandenen Werke werden in einer Ausstellung vom 7. bis 12. Dezember in Stein/Enns anlässlich der Festtage in der Neuen Mittelschule gezeigt – insgesamt werden an die 200 Krippen zu sehen sein. Auffallend ist, dass viele Erwachsene ihr Heimathaus, ihren Betrieb, ihr Geschäft oder ihren Bauernhof nachgebaut haben, beeindruckend die Liebe zum Detail, bis hin zum Gartenzaun. Berühmtester Krippenbauer in unser Region war wohl Josef Thaddäus Stammel, dem u. a. die Krippen in Admont und Kalwang zu verdanken sind.

Foto: Halasz


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