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Konsens statt Kompromiss

Ein Kompromiss müsse her, wird oft gefordert, wenn sich zwei Seiten uneins sind. Jedoch, wenn sich zwei Seiten derartig uneins sind, wie in Altaussee die ÖVP und SPÖ einerseits und der „Dialog“ andererseits, dann ist jegliches Kompromissstreben höchstwahrscheinlich verlorene Liebesmüh.

Warum also hinsichtlich Franzbergstraße anstelle eines Kompromisses nicht einen Konsens anpeilen? Was im ersten Moment paradox klingt, macht bei näherer Betrachtung durchaus Sinn. Aufgrund der fehlenden Einigung mit einem der Grundstückseigentümer hängt das Vorhaben aktuell in der Warteschleife. Statt einen umstrittenen und womöglich ohnehin obsoleten Plan A zu diskutieren, könnte man derweil auch versuchen, gemeinsam einen Plan B zu erarbeiten. Ein Unterfangen, für das es keine Erfolgsgarantie gibt, das aber trotzdem einen Versuch wert wäre, weil es im besten Fall ein für beide Seiten zufriedenstellendes Ergebnis bringt, im schlechtesten Fall nach dem Motto „Hüft’s nix, schodt’s nix“ abgehakt werden kann.

Benedikt Karl

Redakteur der Magazine LBN und WOHIN

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