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Erich Mitterbäck

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Das Festival St. Gallen begeistert seit mittlerweile 35 Jahren Musikliebhaber. Auch diesen August stehen wieder hochkarätige Konzerte am Programm. Wir haben Erich Mitterbäck, Obmann des veranstaltenden Vereins Kulturkreis Gallenstein zum Interview gebeten.

Erich Mitterbäck Foto: KK

WOHIN: Was ist Ihre Motivation, in St. Gallen seit Jahrzehnten kulturelle Veranstaltungen zu verwirklichen?

Mitterbäck: Ich habe stets versucht, kulturelle Beiträge zu leisten, um unseren Lebensraum lebenswert zu erhalten, also Regionsverantwortung im weitesten Sinne zu übernehmen. Kulturarbeit statt Kulturmanagement, das trifft es am besten.

Das Festival St. Gallen ist heute ein etabliertes Event mit Gästen aus nah und fern. Wie war das in den Anfangsjahren?

Nach „fremdbestimmten“ Anfangsversuchen durch „Kulturmanager“ von außerhalb der Region gelang es, regionale Kulturbegeisterte einzubinden, die mit Engagement Akzeptanz für das Vorhaben bei politischen, touristischen und kulturellen Verantwortungsträgern zuwege brachten.

Können Sie unter den hunderten Konzerten, die in mehr als drei Jahrzehnten über die Bühne gegangen sind, ein persönliches Highlight ausmachen?

Aufgrund der vielen überragenden Darbietungen auch international erfolgreicher Künstler über 35 Jahre ist es nicht möglich, nur ein persönliches Highlight festzulegen. Bei den Aktivitäten sind wir bemüht, Neuem und Etabliertem durch die Darstellung zeitgenössischer Musikformen einen gebührenden Platz einzuräumen, ohne Traditionelles, Etabliertes im Musikgeschehen zu vernachlässigen.

Das Festival mag zwar der alljährliche Höhepunkt der Aktivitäten des Kulturkreises Gallenstein sein, rein als Veranstalter versteht sich dieser aber nicht, richtig?

Am Beginn jeder Regionalentwicklung sollte „die Kultur“ stehen. Das Ausmaß an regionaler Identität, Innovationsfreudigkeit, Beiträgen zur Entwicklung und zum Erhalt von Regionen ist direkt proportional zur Vielfalt kultureller Aktivitäten in einer Region. „Die Kultur“ ist also folgerichtig jener vorhandene oder wünschenswerte Impulsgeber, der hilft, jene Fragen zu beantworten, warum es auf- und absteigende Regionen gibt. Das geht weit über reine Veranstaltungstätigkeit hinaus – ein wesentliches Merkmal unserer Kulturarbeit.

 

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