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Herbert Wölger

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Am Nationalfeiertag begeht das Gesäuse, Österreichs jüngster Nationalpark, sein 20-jähriges Jubiläum. Wir haben aus diesem Anlass dessen Geschäftsführer Herbert Wölger zum Interview gebeten und ihn u. a. nach seinem Lieblingsplatzerl im Xeis gefragt.

Herbert Wölger Foto: Stefan Leitner/Gesäuse

WOHIN: Die Gründung des Nationalparks im Jahr 2002 war nicht unumstritten. Wo und wie haben Sie den Kampf um die Errichtung damals miterlebt?

Wölger: Ich hatte damals meinen Lebensmittelpunkt weit weg, habe aber mitbekommen, dass der Nationalpark keine „gmahde Wiesen“ war. Mein Vater war als Landwirt ein aktiver Gegner, Freunde in Admont waren Befürworter. Es war auch irgendwie eine Generationenfrage.

Sie sind seit 2012 Geschäftsführer des Schutzgebiets. Was ist Ihnen in diesen zehn Jahren gelungen?

Ich habe eine sehr gute „Firma“ mit einem hochmotivierten Team übernommen. Die Einbettung und die Zusammenarbeit in der Region waren aber ausbaufähig und da haben wir viel erreicht. Auch haben wir unsere Arbeit stärker aufs Wesentliche fokussiert, eine Herangehensweise, die auch der Tourismusverband sehr erfolgreich übernommen hat. Wildnis zuzulassen ist die große und so wertvolle Naturschutzleistung des Nationalparks, das setzen wir erfolgreich um. In allen Bereichen, auch der Forschung, können wir mit Stolz sagen, einer der besten Nationalparks Österreichs zu sein.

Im März wurden Sie in Ihrer Position vom Land Steiermark für weitere fünf Jahre bestätigt. Was möchten Sie in diesem Zeitraum umsetzen?

Ziele sind u. a. der Schutz des dunklen Nachthimmels, ein Wanderweg von Admont nach Hieflau, möglichst abseits der Straße, oder die Schaffung von Übernachtungsmöglichkeiten für Jugendliche. Wir haben insgesamt 77 strategische Ziele festgeschrieben. Auch die finanzielle Absicherung ist ein Riesenthema, unser Budget ist seit 20 Jahren gleich hoch, während die Inflation für diesen Zeitraum 55 Prozent beträgt!

Ob nun wildes Wasser oder steiler Fels, der Nationalpark kann mit unzähligen schönen, beeindruckenden Plätzen auftrumpfen. Haben Sie ein Lieblingsplatzerl im Xeis?

Besonders gut gefällt es mir am oberen Ende des Wasserfallwegs, wo der Charakter des Nationalparks in all seinen Spielarten perfekt zum Ausdruck kommt.

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