Der gute Ton aus Wörschach

Wohl kaum ein Musiker, der des Ennstals nicht kundig ist, wird im ruhigen, verschlafenen Örtchen Wörschach ein Tonstudio vermuten. Doch es gibt eines, das Primavista Tonstudio von Oswald Theisl.

Hat man das Haus gefunden, in dem sich das Studio befindet, wird man am Parkplatz von Oswald Theisl, dem sympathischen Besitzer, freundlich in Empfang genommen und ins Haus geführt. Nach Öffnen der Tür zum Studio betritt man eine Welt, die das Herz eines jeden musikbegeisterten Menschen höher schlagen lässt. Sofort ins Auge fallen die alten, gut ausgesuchten Fotografien diverser Jazzgrößen, Rocklegenden und Musiker aus anderen Genres, welche die Wände des Studios zieren. Auch ein edles Schlagzeug und andere Instrumente vom Feinsten schmücken die Räumlichkeiten. Die Musik sei ihm in die Wiege gelegt worden, meint Theisl. Sein Vater war einst in einer Oberkrainer-Combo unterwegs, doch das eigentliche Talent stamme von seiner Mutter. Als er damals mit seiner Frau das gemeinsame Eigenheim plante, wurde entschieden, dass auch ein Tonstudio eingerichtet werden sollte. Danach musste eine Zeit lang eisern gespart werden, Urlaube und sämtlicher Schnickschnack wurden vorerst gestrichen. Auch Theisls Geschwister unterstützten das Projekt. Im Tonstudio wird jede Art von Musik produziert, von volkstümlicher über Electro- Swing bis hin zu Death Metal.

Momentan seien verschiedene Projekte am Start, verrät Theisl: Das dritte Album von „Steinz“ befindet sich in der Zielgeraden, mit dem österreichischen Pianisten, Akkordeonisten, Gitarristen und Jazzsänger Louie Austen wird Oswald Theisl einige gemeinsame Songs produzieren und ein Electro- Swing-Projekt tut sich gerade auf. Auf die Frage, ob er auch selbst als Musiker auf der Bühne steht, antwortet Theisl, dass er als Solokünstler ab und zu unter dem Namen „Felix Aus Tria“ vor ausgewähltem Publikum auftritt. Ein eigener Tonträger ist gerade in Arbeit. Da er mehrere Instrumente beherrscht, springt er des Öfteren auch als musikalische Aushilfe ein, wenn gerade Not am Mann ist.

Foto: Gerald Ohrner