Entscheidende Tage für die B 320

Am 25. Oktober endet die Angebotsfrist der Ausschreibung für Trautenfels, noch im November will Verkehrslandesrat Anton Lang Maßnahmen für die Ennstal Straße präsentieren. Liezen bleibt Zankapfel.

Die Entwicklung am Schnittpunkt der B 320 Ennstal Straße, B 145 Salzkammergut Straße und B 75 Glattjoch Straße wird in der Region größtenteils freudig begrüßt, immer wieder aber auch betont, dass die Überführung in Trautenfels nur eine von mehreren dringend notwendigen Maßnahmen auf der B 320 sei. So forderten beispielsweise die ÖVP-Bürgermeister und -Funktionäre des Bezirks Liezen in einer Aussendung kürzlich den Bestandsausbau und ein generelles LKW-Fahrverbot, der steirische Grünen-Klubobmann Lambert Schönleitner appellierte für einen Schulterschluss der Landtagsparteien in puncto Tonnagebeschränkung. Verkehrslandesrat Lang kündigte ein umfangreiches Maßnahmenpaket an. Eine weitere oft formulierte Forderung ist die Umfahrung der Bezirkshauptstadt. Bürgermeisterin Roswitha Glashüttner lehnt diese jedoch vehement ab.

Sie befürchtet die Schwächung des Handelsstandorts. Auch LIEBMandatar August Singer ist dagegen: „Ich als Liezener sehe nicht ein, warum ich mir von ortsfremden Personen anschaffen lassen soll. was wir mit unserem Naherholungsgebiet tun sollen.“ Sowohl Glashüttner als auch Singer plädieren stattdessen für Verbesserungen am Bestand, z. B. Querunterführungen. Auch die NETT meldete sich zur Ennstal Straße zu Wort. Der Verein betonte, zu seiner Zusage, die geplante Überführung in Trautenfels nicht zu blockieren, gestanden zu sein, man sei also keineswegs, wie oft behauptet wird, ein „Allesverhinderer-Verein“. Da 80 Prozent der LKW auf der B 320 Mautflüchtlinge seien, müsse – wie bereits 2006 gefordert – der Schwerverkehr von der Straße verbannt werden. Man sei des Weiteren für die Umsetzung bestimmter Maßnahmen, z. B. dreispurige Überholmöglichkeiten, aber gegen einen Ausbau, der mehr Verkehr ins Ennstal bringt. Zu Liezen: Eine Unterflurtrasse sei sehr wohl umsetzbar, aber das Land wolle die günstigere Lösung, die Umfahrung.

Foto: Konstantinov


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