Gehalt: Gewinner und Verlierer 2019

Ärzten wird am meisten geboten, real verdienen andere besser. Am unteren Ende der Gehaltsskala finden sich Mitarbeiter im Einzelhandel.

Im Auftrag des Recruiting- Unternehmens StepStone wurden im Vorjahr über einen Zeitraum von zehn Monaten Gehaltsangaben in Stellenanzeigen von Printmedien und Jobbörsen ausgewertet. Im Branchenvergleich zeigte sich, dass Ärzten mit einem durchschnittlichen Brutto-Monatsgehalt von rund 5.300 Euro das meiste Geld angeboten wurde, gefolgt von Ingenieuren und Arbeitnehmern in IT und Telekommunikation mit rund 3.600 Euro. Am unteren Ende der Gehaltsskala stehen Verkaufsmitarbeiter im Einzelhandel. Ihnen stellte man monatlich im Schnitt lediglich rund 2.100 Euro in Aussicht. Und das, obwohl die Branche aktuell händeringend nach Fachkräften sucht. Allerdings ist die Gehaltsbandbreite bei Verkäufern relativ groß. Je nach Branche und Berufserfahrung werden für Verkäufer Jahresgehälter zwischen 30.000 und bis weit über 100.000 Euro bezahlt.

Bundesländervergleich I
n der Bundeshauptstadt wurden weiterhin die höchsten Gehälter angeboten. So betrug das Durchschnittsgehalt in Wiener Stellenanzeigen rund 3.000 Euro und war damit um fast 1.000 Euro höher als jenes in Tirol, das in dieser Hinsicht Schlusslicht war.

Reallohnniveau höher
Anzumerken ist auch noch, dass das tatsächliche Gehalt und das Angebot oft weit auseinanderklaffen, da die Angaben in Stellenangeboten meist nur den Mindestlohn darstellen. Vergleicht man nicht die Gehaltsangaben, sondern das tatsächliche Einkommen, zeigt sich, dass nicht Ärzte, sondern Mitarbeiter im Finanzbereich am besten verdienen.