Irdning: Startschuss für die Ortskernbelebung

Mit dem Projekt „Irdning 2020“ möchte die Marktgemeinde im mittleren Ennstal dem Leerstand entgegenwirken und das Zentrum beleben.

Der Fahrplan für das Vorhaben wurde kürzlich im Rahmen einer Informationsveranstaltung präsentiert. Unter der Ägide des Irdningers Christian Bauer, der sich mit seinem Ingenieursbüro u. a. auf Ortsentwicklung spezialisiert hat, sollen zusammen mit den Bürgern in Workshops zu Themen wie Verkehr, Naherholung oder Gastronomie Konzepte erarbeitet werden – in einer ersten Stufe für den Ortskern von Irdning, in einer zweiten für jene von Donnersbach und Donnersbachwald. Das LEADER-geförderte Projekt ist mit einer Dauer von drei Jahren anberaumt. Eine erste konkrete Maßnahme setzt die Marktgemeinde Irdning selbst, und zwar mit der umfassenden Sanierung des Objektes „Irdning 33“ (Foto). Da mit der ehemaligen Raika- Filiale bereits jetzt ein weiterer Leerstand im Zentrum gegeben ist und durch die Übersiedelung des Baumarktes der Firma Letmaier demnächst ein weiterer hinzukommt, sei akuter Handlungsbedarf gegeben, so Bürgermeister Herbert Gugganig.

Das ehemalige Café Central soll nach längerem Leerstand wieder einer Nutzung zugeführt werden. Für das Untergeschoß ist eine Gewerbefläche für ein Kaffehaus geplant, im Ober- und Dachgeschoß sollen Mietwohnungen entstehen. Finanziert werden soll das Vorhaben durch ein Bürgerbeteiligungsmodell, bei dem jeder investieren und Anteile erwerben kann. Neben viel Interesse und positivem Echo zu den Plänen bezüglich des Objektes „Irdning 33“ gab es jedoch auch Kritik, konkret in Person von Gastronom Sepp Gabriel, der Lärmbeschwerden und Anzeigen der neuen Anrainer und somit Probleme für seine Diskothek befürchtet. „Wenn ich der Sanierung zustimme, unterschreibe ich das Todesurteil für meinen Betrieb!“, so Gabriel, der ankündigte, sich mit allen Mitteln gegen den Umbau wehren zu wollen.

Foto: Karl