Kriegstagebuch aus dem Ersten Weltkrieg

Der Öblarner Gottfried Lederhaas erlebte die Schrecken des Ersten Weltkrieges aus nächster Nähe. Seine Erlebnisse und Gedanken während der Zeit an der Front zeichnete er in Tagebüchern auf, die nun veröffentlicht worden sind.

„Am 28. Juni 1914 wird durch ruchlose Mörderhand das Thronfolgerpaar in Sarajevo ermordet. Düstere Wolken zogen sich über die Monarchie. Überall die Rufe – Rache! Krieg!“, so beschreibt Lederhaas den Ausbruch der bis dahin größten militärischen Auseinandersetzung der Geschichte. Im weiteren Verlauf des Buches erzählt der in Graz aufgewachsene Feldwebel des k.u.k. Infanterieregiments Nr. 27, den die Liebe ins Ennstal verschlagen hatte, von den schlimmen Erlebnissen und Leiden an der Front in Russland und Italien, von Feindkontakten, bizarren Ereignissen und Intrigen, aber auch von der Liebe zu seiner „Millerl“, Ludmilla Grogger aus Öblarn. Fast 100 Jahre später wurden die in Kurrentschrift verfassten Tagebücher von Hans Madl sen. transkribiert und von Stephan Fuchs in Buchform gebracht.

Kurt Grogger, der Enkelsohn von Gottfried Lederhaas, erzählt: „Erst nach dem Tod meines Vaters habe ich die Tagebücher meines Großvaters erhalten. Anfangs wollte ich davon gar nichts wissen, da mich all diese Kriegsgeschichten sehr belasten. Doch nun sehe ich es als Auftrag meines Großvaters, diese Tagebücher auch allen Geschichtsinteressierten in Form eines Buches zur Verfügung zu stellen.“ Kriegstagebuch – Meine Erleb nisse im Krieg gegen Russland und Italien ist zum Preis von 17 Euro bei der Trafik Gewessler in Öblarn, in Gröbming bei der Buchhandlung Wallig und bei Monika Lassers Dekorationsshop sowie im Internet bei Amazon erhältlich.

Foto: KK