LEADER Ennstal-Ausseerland: Zum Jubiläum eine Kulturregion?

Fusionen und Netzwerke bewähren sich – in den (meisten) Gemeinden, in der Landespolitik, bei Vereinen und Körperschaften. In wenigen Wochen sind es fünf Jahre, dass sich die LEADER-Regionen Ennstal und Ausseerland-Salzkammergut zusammengeschlossen haben.

Bei der Präsentation neuer LEADER-Projekte zeigte sich, dass die Regionen Bad Ischl (Oberösterreich), St. Gilgen (Salzburg) und das Ausseerland (inkl. Bad Mitterndorf) mit der gemeinsamen Bewerbung zur „Europäischen Kulturhauptstadt 2024 Salzkammergut“ auf dem richtigen Weg sind. Grundlsees Bürgermeister Franz Steinegger erarbeitete dafür mit einem Team ein ausgefeiltes Projekt.

Die Regionen St. Pölten und Dornbirn sind Konkurrenten. LEADER-Obmann Albert Holzinger und Barbara Schiefer als Geschäftsführerin berichteten von rund 60 behandelten Projekten und drei Millionen Euro Fördergeldern, die im Zeitraum 2014 bis 2020 zur Verfügung stehen. Erfreulich, dass auch Kleingemeinden daraus Nutzen ziehen. Aktuell gibt es auch Förderungen für die Projekte „Die wilden Hühner der Sölk“ und „Saatgutvermehrung im Ennstal-Ausseerland“ (Nationalpark Sölktäler), für die „Baumwelten Ausseerland“ und neue Lehrtafeln im Alpengarten Bad Aussee, das „Marterlprojekt Grundlsee“, Schloss Trautenfels’ Veranstaltungsreihe zur Sonderausstellung „Gott und die Welt“, für die „Herzpunkte“ in Michaelerberg- Pruggern, den „Park für Bewegung und Gesundheit“ in Bad Mitterndorf und den Kidsbikepark „Junior Trails“ auf der Reiteralm.

Steiermarkweit werden die „Kreativen Lehrlingswelten“ unterstützt, ein Projekt, bei dem regionale Betriebe mit Werkboxen direkt an Schulen die Möglichkeit zum Schnuppern anbieten. Heftigen Applaus gab es für „Das besondere Atelier“ der Lebenshilfe Ausseerland. Bürgermeister Herbert Gugganig dankte für die vorbildliche Zusammenarbeit und kündigte die Errichtung eines Fitnessparks in Irdning an, der 2019 in Betrieb gehen wird. Das LEADER-Programm wird über das Regionalressort von Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer abgewickelt.

Foto: Halasz