Pyhrnautobahn: Gefeiert wird erst 2019

Wenn nächstes Jahr die Sanierung der alten Gleinalmtunnelröhre abgeschlossen ist, darf bei der ASFINAG gefeiert werden, ist damit doch das letzte Nadelöhr auf der A 9 beseitigt.

Während die technische Aufrüstung der 35 Jahre alten ersten Röhre des Bosrucktunnels bereits geschehen ist, wird diese bei der 40-jährigen ersten Gleinalmtunnelöhre derzeit in Angriff genommen. Die Fertigstellung der Arbeiten wird 2019 erfolgen. Die Bestandsröhren der Tunnelkette Klaus werden gegenwärtig saniert, das Projektende ist für November 2018 geplant. „2019 ist die Strecke von Spielfeld-Straß bis zur Grenze bei Suben dann durchgehend zweispurig im Richtungsverkehr befahrbar“, so Josef Stimec, Leiter der Mautstellen beim Gleinalm- und Bosrucktunnel.

Der Gröbminger Josef Stimec ist Leiter der Gleinalm- und Bosruck-Mautstellen und hat gerade sein erstes Arbeitsjahr bei der ASFINAG absolviert.

Der Gröbminger hat gerade sein erstes Arbeitsjahr bei der ASFINAG hinter sich und zieht positive Bilanz. Beim Gleinalmtunnel ist die Frequenz von 7,1 Millionen Durchfahrten 2016 auf 7,4 Millionen im Jahr 2017 gestiegen. Am Bosruck ist die Steigerung von 4,85 auf mehr als 5 Millionen Durchfahrten ebenfalls erfreulich. Beim LKW-Verkehr erfolgt die Abrechnung über das Go-System. Je nach Anzahl der Achsen wird elektronisch in drei Preisklassen registriert und abgerechnet – 365 Tage im Jahr, 24 Stunden lang. Mit Karin Zipperer als neuer Vorstandsdirektorin, die gemeinsam mit Klaus Schierhackl das Führungsduo des Unternehmens bildet, wird der Frauenquote an der ASFINAG-Spitze Rechnung getragen. An den Mautstellen setzt die ASFINAG schon immer auf Frauen. Je nach Mautstelle sind bis zu 90 Prozent Frauen tätig.

Diese schätzen die Möglichkeit der Teilzeitbeschäftigung, des sicheren Arbeitsplatzes und akzeptieren dafür, dass im Schichtbetrieb auch mal am Wochenende oder Feiertag ein Dienst anfällt. Nachts ist die Dienstaufsicht präsent und die Automaten nehmen jede Bankomat- oder Kreditkarte sowie Bargeld. Keine Chancen haben Mautflüchtlinge. Dank der Elektronik wird bei der schrankenfreien LKW-Go-Mautspur jedes Fahrzeug bildmäßig erfasst und bei nicht gerechtfertigter Durchfahrt bestraft. Die ASFINAG hat in Ardning mit Mautstelle, Autobahnmeisterei, Betriebstechnik, Bauabteilung, Service- und Kontrolldienst und der Verkehrsleitzentrale gleich fünf Einrichtungen zusammengefasst und ist ein wichtiger Arbeitgeber.

Schichtführer Christian Strohmayer aus Admont ist mit 34 Dienstjahren ein ASFINAG-Urgestein.

Wenn Mitte 2019 der Pyhrnautobahn-Vollausbau vollendet und die digitale Vignette vielleicht schon Allgemeingut ist, wird der persönliche Kontakt an den Mautstellen nicht abreißen. Von rund 1.500 Durchfahrenden in einer Schicht haben 1.200 einen Gruß oder ein freundliches Wort parat. „Ärgert sich jemand über die Maut, nehmen wir das zur Kenntnis“, sagt Schichtführer Christian Strohmayer aus Admont, ein ASFINAG-Urgestein seit 34 Jahren. Da würden dann oft die „Waffen der Frauen“ helfen, so Strohmayer. Viele der Inkasso- Damen haben mit einem freundlichen „Gute Fahrt“ schon ein Lächeln ins Gesicht der kritischen Lenker gezaubert.

Fotos: Halasz


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