Randnotiz: „Es ist nie zu spät“

In der Wirtschaft zählt das Erreichte, in der Politik reicht das Erzählte! Ein Zitat, das meist die Realität widerspiegelt. Die Liezener Stadtpolitik unternimmt seit geraumer Zeit glaubhaft Anstrengungen, den Hauptplatz neu zu gestalten und damit zu einer Innenstadtbelebung beizutragen. Ein Fußmarsch vom Bahnhof zum Hauptplatz verdeutlicht die Dringlichkeit. Ein Konzept wurde im Kulturhaus bereits präsentiert, jetzt wird eine Machbarkeitsstudie für eine Tiefgarage in Auftrag gegeben. Weiters wurde in einen externen Berater für die Neuausrichtung des Bauernmarktes investiert.

Die Umsetzung wird jedoch einen Kraftakt erfordern. Die Coronakrise wird eine Finanzierung nicht gerade erleichtern, mit den Anwohnern muss auch erst gesprochen werden. Letzteres ist bekanntermaßen am Hauptplatz eine harte Nuss.
Auch ließ man wertvolle Zeit verstreichen. 2010 lud das Stadtmarketing die Stadtpolitik zu einer Infofahrt nach Lienz, heute noch Vorzeigestadt in Sachen Innenstadtentwicklung. Damals meinte Oskar Januschke, anerkannter Experte und Lienz-Manager: „Geht der Handel an die Peripherie, müssen Sie morgen beginnen, die Innenstadt zu stärken!“ Über Jahrzehnte funktionierte die Achse Handel, Industrie und Wohnbau in Liezen fast von selbst. Der permanente Prozess des „Nachjustierens“ an Infrastruktur am Stadtrand wurde als Dynamik gewertet. Erst seit Kurzem legt man den Fokus auf die Innenstadt.


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