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Die Schmiede am Rainstrom

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Das Stadtbild von Liezen, das seit der Römerzeit ein wichtiger Straßenknotenpunkt ist, prägten früher nicht nur zahlreiche Gasthöfe samt Stallungen, sondern auch Handwerksbetriebe – Schmiede, Wagner, Sattler u. a. m.

Die Schmiede am Rainstrom Fotoquelle: Stadtarchiv Liezen

Besonderen galt dies für den Rainstrom, der für lange Zeit wichtigsten Verbindungsstraße nach Admont.

Schmied Alois Wöhr (Fotoquelle Stadtarchiv Liezen)Alois Wöhr (Fotoquelle Stadtarchiv Liezen)

Am Rainstrom 7 befand sich seit dem Hochmittelalter eine Schmiede, später mit dem Vulgonamen Fesl oder auch als Rainstromschmied bezeichnet. Unsere erste Aufnahme zeigt die Schmiede am Rainstrom um ca. 1900.

1950 übernahm Alois Wöhr den Betrieb von seinem Onkel. Wirtschaft und Verkehr wandelten sich damals stark, sodass die Tätigkeit als Hufschmied bald nicht mehr lukrativ war. Aus diesem Grund begann er 1953 mit dem Handel von landwirtschaftlichen Maschinen, außerdem stieg in dieser Zeit die Nachfrage nach Kunstschmiedearbeiten, etwa nach Gittern und Geländern für die vielen Eigenheime, die damals errichtet wurden. Bis zu seinem Pensionsantritt im Jahr 1983 betrieb Wöhr, der 2015 verstarb, die Schmiede am Rainstrom. Unser zweites Bild, entstanden 1974, zeigt Wöhr bei der Arbeit.

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